Stadtmagazin Witten: In der Stadt

Spannende Schatzsuche mittels Satellit

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Hettberg heißt der Hügel, der sich hinter der alten Zeche Nachtigall erhebt. Trotz seiner geringen Höhe von nur 124 Metern hat er die Entwicklung der Industrie an der Ruhr über 300 Jahre stark geprägt. Dass die Kumpels von der Zeche Kohle aus dem Berg gefördert haben, kann man sich denken. Aber der Hettberg birgt noch zwei weitere Bodenschätze. Welche das sind, lernt man bei der Geocache-Schnuppertour ›Schätze des Hettbergs‹ im LWL-Museum Zeche Nachtigall. Geocaching, das ist eine Art GPS-gestützte Schatzsuche – und Bodenschätze sind ja schließlich auch Schätze, oder nicht?

Der Mann, der Groß und Klein auf die Schatzsuche schickt, heißt Uwe Kühn. 2014 hat der gebürtige Hevener, Ruhrgebietskenner und Geocache-Veteran angefangen, Rätseltouren für Kinder zu konzipieren und anzubieten. Jährlich veranstaltet er mit der siebten Jahrgangsstufe des Albert-Martmöller-Gymnasiums Geocaching-Tage, die jedes Mal besonders gut ankommen. Seit 2017 finden seine Schnitzeljagden auch auf dem Gelände des Museums statt.
Die familienfreundlichen Streifzüge ab acht Jahren richten sich insbesondere an Geocaching-Anfänger. Mitzubringen braucht man nichts, außer vielleicht festes Schuhwerk, denn zum Berg hin kann der Untergrund schon mal etwas schlammig sein. GPS-Geräte werden gestellt, genauso wie – natürlich! – die Schatzkarte. Doch Moment, statt einer Übersicht über das Gelände sind auf der Karte Zahlen und Rätselfragen zu sehen! Da kommen die GPS-Geräte ins Spiel, denn die Zahlen sind Koordinaten, die in die Geräte eingegeben werden müssen. Das Gerät zeigt dann den Weg zur ersten Station. Dort ist noch kein Schatz zu finden, sondern ein Hinweis, um die erste Rätselfrage zu beantworten. Und deren Antwort führt zu den Koordinaten, an denen der nächste Hinweis zu finden ist.

So erforschen die Teilnehmer auf eigene Faust in etwa anderthalb bis zwei Stunden einiges über die Geschichte der Zeche Nachtigall und den Bergbau an der Ruhr – und finden natürlich die drei Schätze des Hettbergs: Steinkohle, Ziegelton und Ruhrsandstein. Vielleicht finden sie auch einen weiteren, vierten Schatz: das Geocachen als neues Hobby. NRW zählt zu den Bundesländern mit den meisten versteckten Schätzen, und das Muttental ist ganz besonders beliebt bei GPS-unterstützten Schatzsuchern.

Neben den Geocaching-Touren bietet das LWL-Museum Zeche Nachtigall viele weitere spannende Routen, die jungen und älteren Naturforschern völlig neue Einblicke in Tier- und Pflanzenwelt ihrer Heimat ermöglichen. Unser Tipp: Entdecken Sie Ihr Revier!

Die Geocache-Schnuppertour findet regelmäßig einmal im Monat statt. Die nächsten Termine sind: Sa., 07.08., 13–15 Uhr + Sa. 04.09, 15–16.30 Uhr
Anmeldungen (jeweils bis zwei Tage zuvor) unter Tel. 0 23 02 9 36 64-10 oder per E-Mail: zeche-nachtigall [at] lwl.org

Weitere Touren
Sa., 14.08., 15–17 Uhr
Zechen-Safari ›Heilkräuter und Zauberpflanzen – Geheimnisse aus dem Pflanzenreich‹. (Ab 6 Jahren)

So., 05.09. 15–16.30 Uhr
›Bergahorn und Eberesche – Bäume im Industriemuseum‹. Naturkundliche Exkursion (Ab 10 Jahren)

Sa., 11.09. 15–17 Uhr
Zechen-Safari ›Spinnen-Expedition – Achtbeinern auf der Spur‹. Naturforscher unterwegs im Industriemuseum. (Ab 6 Jahren)

Sa., 25.9. 15–17.30 Uhr
Kohlezeit. Wurzeln, Wachstum und Wandel im Ruhrtal. Führung durch den Nachtigallstollen ins Muttental und an die Ruhr (Ab 10 Jahren)

Informationen zu Anmeldung, Preisen und weiteren Events finden sich unter zeche-nachtigall.lwl.org

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