Stadtmagazin Witten: Sport und Freizeit

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Der KSV 07 will Witten wieder zur Meisterstadt machen

Bis spätestens 2023 soll der Meistertitel in die Husemannhalle kommen. Das ist das erklärte Ziel der KSV Witten-Ringer, ihres Präsidenten Martin Sesjak sowie seiner Mitstreiter rund um den Vorsitzenden des Förderkreises, Christoph Pröpper und KSV-Sportdirektor Adam Juretzko. Eigens dazu haben sie zur neuen Saison das ›Projekt-Team DM 2023‹ an den Start gebracht. Gemeinsam mit seinem Vorsitzenden Thomas Altstadt haben sie den Verein sowohl wirtschaftlich als auch sportlich so aufgestellt, dass Witten eine realistische Chance bekommt, wieder Meisterstadt zu werden. Wenn dies gelingt, wäre eine lange Durststrecke überwunden – denn den letzten von insgesamt sieben nationalen Titeln konnten die KSVler im Jahr 1986 holen. Sesjak: »Im und um den Verein herum werden aktuell die nötigen Strukturen geschaffen, um wieder ganz oben angreifen zu können.«

Jede Menge Fachwissen und eine Extra-Portion Motivation

Frei nach Adi Preißlers ›Entscheidend ist auf der Matte‹ baut der KSV dazu eine junge, kampfstarke und erfolgshungrige Mannschaft auf. Damit diese den sportlich richtigen Kurs einschlägt, hat das Projekt-Team außerdem den 47-jährigen Adam Juretzko als sportlichen Leiter und Sportdirektor gewinnen können. Von ihm versprechen sich die Wittener nicht nur professionelle Trainingsarbeit, sondern jede Menge Fachwissen und eine Extra-Portion Motivation. Denn Juretzko kann auf eine beachtliche Karriere zurückblicken: Während seiner aktiven Laufbahn wurde er zehnmal deutscher Meister in verschiedenen Gewichtsklassen, und im letzten Jahr kämpfte er noch in der Bundesliga. Weiteres Plus: Juretzko ist weltweit vernetzt und pflegt exzellente Kontakte zu Top-Athleten.
Um das ambitionierte Ziel zu erreichen, erhalten die starken KSV-Eigengewächse um Nico Brunner, Ibro Cakovic und Publikumsliebling Daniel Aleksandrov Verstärkung von internationaler Klasse. Der Georgier Guga Sheshelidze gilt als starkes Freistil-Talent. Im griechisch-römischen Stil kann der Rumäne Florin Tita bereits Platzierungen bei den U23-Europameisterschaften 2018 und 2019 sowie den zweiten Platz bei der Senioren-EM 2019 vorweisen. Ebenfalls griechisch-römisch kämpft das deutsche Talent Robin Pelzer. Im freien Stil sollen der Rumäne Maxim Vasilioglo – Zweiter der U23-WM 2018 – und der polnische EM-Zweite Robert Baran das Team voranbringen.

Crowdfunding, Microsponsoring und neue Kommunikation

Neben dem rein Sportlichen wird der Schulterschluss zwischen dem Traditionsverein und seinem Publikum entscheidend für den Erfolg sein. Genau dazu rufen die Mitglieder des Projektteams alle Wittenerinnen und Wittener auf. Crowdfunding und Mikrosponsoring heißen dabei die Zauberwörter. Um ein möglichst breites Engagement zu erreichen, sollen sich Sponsoren zukünftig bereits mit Beträgen ab einem Euro einbringen können. »Wir arbeiten an einer komplett neuen Außendarstellung des Vereins und haben bereits einiges auf den Weg gebracht. Dazu gehört das Konzept eines lokalen Freundeskreises. Ganz Witten soll mithelfen, den KSV zum Titel zu tragen«, erklärt Sesjak, der bereits mit seinem Unternehmen Coffee at Work als einer von drei Hauptsponsoren engagiert ist. Gemeinsam mit Christoph Pröpper, ebenfalls bekannter Unternehmer aus Witten, soll auch die heimische Wirtschaft für ihre Idee gewonnen werden.

Steckbrief: KSV Witten
Gegründet: 1907
Mitglieder: mehr als 700
Sportarten: Ringen, Kampfsport, Drachenboot, Fitness, Aqua-Gymnastik, Pilates etc.
Mannschafts-Erfolge Ringen: Deutscher Meister im Ringen 1970, 1974, 1978, 1980, 1981, 1983, 1986
Einzel-Erfolge: u. a. Olympisches Silber für Mirko Englich 2008 in Peking, Klaus Rost 1964 in Tokio, Günther Maritschnigg in Rom 1960

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