Stadtmagazin Witten: Dies und Das

Tischlein deck dich …

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Tipps zur winterlichen Vogelfütterung

Alle Jahre wieder werden in der gesamten Nachbarschaft die Meisenknödel rausgehängt. Wir haben uns gefragt: Muss das sein? Sind wilde Vögel nicht in der Lage, sich selbst zu versorgen? »Tatsächlich erreichen wir fast ausschließlich Arten, die ohnehin nur wenig oder gar nicht gefährdet sind«, weiß Fotograf Davide Bentivoglio. »Andererseits lassen sich die Tiere an den Futterstellen aus nächster Nähe beobachten. Aus umweltpädagogischer Sicht ist das Füttern also trotzdem sinnvoll, da es ein Naturerlebnis garantiert und wertvolle Artenkenntnis vermittelt.«

Brot gehört NICHT auf die Speisekarte!

Von November bis Ende Februar, insbesondere bei Frost und Schnee, freuen sich unsere gefiederten Freunde über eine reich gedeckte Tafel. Doch welche Nahrungsmittel eignen sich am besten? »Entgegen landläufiger Meinungen gehört Brot nicht auf die Speisekarte von Vögeln, da es im Magen der Tiere aufquillt und zudem schnell verdirbt«, warnt Davide Bentivoglio. »Besser geeignet sind Sonnenblumenkerne oder auch kleinere Samen.« Er verweist für weitere Informationen auf die Seiten des Naturschutzbundes. Dort erfahren wir, dass Meisen, Finken und Sperlinge zu den häufigsten Besuchern an der Futterstelle im Garten oder auf dem Balkon zählen. Auch Rotkehlchen, Amseln, Wacholderdrosseln oder Zaunkönige lassen sich durch Futter herbeilocken. Allerdings bevorzugen sie weiche Kost (z. B. ­Rosinen, Obst, Haferflocken und Kleie). Besonders nahrhaft sind spezielle Fettkörner-Mischungen, die es meist in Form von Meisenknödeln zu kaufen gibt.

Die moderne Meise speist aus Futtersilos

Wer ein herkömmliches Futterhäuschen aufstellt, sollte es regelmäßig unter Verwendung von Handschuhen und heißem Wasser reinigen und täglich nur wenig Nahrung nachlegen. Optimal geeignet sind Futterspender (sogenannte Futtersilos), die von den Tieren nicht mit Kot verschmutzen werden können. Sie sollten so platziert werden, dass die Mahlzeit auch bei starkem Wind und Regen nicht durchnässt wird. Gleichzeitig sollte eine übersichtliche Stelle gewählt werden, weil sonst Gefahr besteht, dass sich Katzen von hinten anschleichen. »Hat man einmal mit der Fütterung zur kalten Jahreszeit angefangen, sollte man regelmäßig dabei bleiben«, rät Davide Bentivoglio. »Ansonsten würden hungrige Vögel, die sich einmal an den gedeckten Tisch gewöhnt haben, beim nächsten Besuch vor ›geschlossenen Türen‹ stehen und Not leiden oder gar verhungern.«

Fotos: Davide Bentivoglio

Weitere Infos: www.nabu.de

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