Stadtmagazin Lünen: Kulinarische Reise

Der Apfel

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Verheißungsvolle Früchtchen

Es war einmal, vor langer Zeit, da residierte ein Menschenpaar friedlich in einem paradiesischen Garten. In dessen Mitte stand ein Baum, der die schönsten Früchte trug, deren Verzehr jedoch bei drakonischer Strafe untersagt war. Es kam, wie es kommen musste: Adam und Eva ließen sich verführen, von dem verbotenen Obst zu kosten, was die Verbannung beider Menschen aus ihrem kleinen Himmelreich zur Folge hatte. Upps.

Symbol für Versuchung und Sündenfall

Nun kann man darüber streiten, ob es sich tatsächlich um einen Apfel handelte (wie manche Wissenschaftler bemerken, hätte es wohl auch eine Feige sein können), jedoch zeigen viele Malereien die nackte Eva mit eben diesem in der Hand. Dass die lateinische Sprache für den ›Apfel‹ und das ›Schlechte‹ nur eine Bezeichnung (›malum‹) kannte, spricht ebenfalls für sich. Jahrhunderte lang stand das runde Obst symbolisch für Versuchung und Sündenfall. Seiner Beliebtheit tat dies allerdings keinen Abbruch, im Gegenteil: Wie viele verbotene Dinge waren die knackigen Leckerbissen für die Bevölkerung besonders interessant. Nachdem Äpfel bereits von den alten Griechen und Römern erfolgreich kultiviert wurden, nahm ihre landwirtschaftliche Bedeutung in ganz Europa immer mehr zu. Gleichzeitig entwickelte sich der ›Reichsapfel‹ zum Sinnbild herrschaftlicher Macht.

Vitaminreiche Fitmacher

›An apple a day keeps the doctor away‹: Die alte englische Volksweisheit kommt nicht von ungefähr. Äpfel sollen laut zahlreicher Studien die Gehirnleistung verbessern, Alzheimer vorbeugen, die Cholesterinwerte senken, beim Abbau von Stress helfen und sogar vor Krebs schützen können. Zähne und Knochen werden durch den regelmäßigen Genuss gekräftigt, Herz und Kreislauf gestärkt. Aber: Ein Apfel am Tag ist natürlich nicht genug. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag!

Apfel-Selleriesuppe

3 Äpfel (Elstar)
400 g Kartoffeln (mehlig kochend)
400 g Knollensellerie
2 Zwiebeln
700 ml Gemüsebrühe
200 ml Milch
50 g süße Sahne
½ Limette
2 Scheiben Pumpernickel
2 EL Butter zum Braten
Saure Sahne zum Anrichten
Salz und Pfeffer
3 Stiele Thymian

Äpfel, Kartoffeln und Sellerie schälen und in grobe Stücke schneiden. Die Zwiebeln schälen, fein würfeln und in Butter anbraten. Kartoffeln, Sellerie und Apfelwürfel hinzugeben und kurz mit anbraten. Das Ganze mit Brühe, Milch, Sahne und dem Saft der Limette ablöschen und aufkochen lassen. Bei geschlossenem Deckel ca. 15 Minuten köcheln lassen. Nun die Suppe fein pürieren und mit Salz, Pfeffer und Thymian abschmecken.
Das Brot in kleine Stücke schneiden und in einer beschichteten Pfanne anrösten. Die Suppe mit den Brotrösti und der sauren Sahne anrichten. Alternativ schmecken auch Kürbiskerne.

Altdeutscher Apfelkuchen

300 g Mehl
1 Ei
1 Prise Salz
1 Pck. Vanillezucker
125 g Butter
125 g Zucker
1 kg Äpfel (säuerlich)
1 Bio-Zitrone
3 EL Zucker für die Füllung
1 TL Zimt
50 g Mandeln (gehackt)
Fett und Semmelbrösel für die Form

Eine Springform fetten und mit Semmelbrösel auskleiden. Mehl, Ei, Salz, Vanillezucker, Butter und Zucker zu einem Mürbeteig verkneten. Zu einer Rolle formen, von dieser ein Viertel abschneiden und kühl stellen. Mit der übrigen Rolle die Springform gleichmäßig auskleiden und den Rand hochziehen.

Die Äpfel schälen, entkernen und in dünne Stückchen schneiden. Die Zitrone auspressen, den Saft über die Äpfel geben. 3 EL Zucker, Zimt und Mandelsplitter unterheben. Die Apfelmasse auf den in der Form befindlichen Kuchenboden geben. (Tipp: Ausgetretenen Saft nicht mit in den Kuchen füllen, damit der Boden nicht durchweicht!)
Das restliche Teigstück walzen und in sechs lange Streifen schneiden, die in die Springform passen. Drei Streifen quer und drei Streifen längs auf den Kuchen legen, sodass sich ein gitterförmiger Teigdeckel ergibt. Im vorgeheizten Backofen bei 170 Grad Heißluft etwa 45 Minuten backen.

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