Stadtmagazin Lünen: Dies und Das

Oasen für Biene, Schmetterling und Co.

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Was blüht denn da?

»Wenn die Bienen sterben, sterben vier Jahre später die Menschen.«
(Albert Einstein)

Der Klimawandel lässt nicht nur das Revier von Robben und Eisbären schmelzen, er bedroht auch die kleinsten Lebewesen auf dem Planeten: Seit Jahren geht der Bestand an Wildbienen, Schmetterlingen und anderen Insekten weltweit immer weiter zurück. Langfristig gesehen hat das eklatante Folgen – für uns alle!

Dramatische Kettenreaktion

Die Rechnung ist einfach: Wenn die Insekten sterben, werden die Pflanzen nicht ausreichend bestäubt. Dies wiederum wirkt sich negativ auf die Atemluft (die nicht mehr genügend gefiltert wird) und den Obst- und Gemüseanbau aus, denn ein Großteil unserer Lebensmittelpflanzen und -produktion ist von einer Bestäubung durch Bienen abhängig! Um etwas gegen diese dramatische Kettenreaktion zu unternehmen und die Artenvielfalt vor unserer Haustür zu schützen, haben die Stadtwerke Lünen bereits zu Beginn des Jahres ihr Projekt ›SWL-EnergieBiene‹ ins Leben gerufen: Bunte Wiesen mit natürlich wachsenden Wildpflanzen sollen ein ökologisches Umfeld für Bienen und Insekten schaffen. Das Ergebnis ist weithin sichtbar: Inzwischen stehen drei Felder wie das an der Bergstraße in voller Blüte.

Wildpflanzenernten liefern grüne Energie

»Die Initiative wird von den Bürgerinnen und Bürgern, aber auch von den beteiligten Landwirten sehr positiv angenommen«, berichtet SWL-Geschäftsführer Dr. Achim Grunenberg. »Letztere haben das Projekt erst möglich gemacht, da sie Aussaat, Bewirtschaftung und Ernte übernehmen.« Moment mal: Die Wildpflanzen werden geerntet? Warum denn das? Dr. Grunenberg erklärt: »Wir säen ausschließlich heimische Pflanzenmischungen, die nicht nur reichlich Pollen für Insekten liefern, sondern zudem für eine Weiterverarbeitung in unserer Biogasanlage geeignet sind. Somit können wir aus der Ernte umweltfreundliches Biogas und erneuerbaren Strom gewinnen und diese grüne Energie direkt in das örtliche Versorgungsnetz einspeisen.«

Ziel: 100 Hektar in fünf Jahren

Für Spaziergänger und Radfahrer sind die blühenden Oasen lohnenswerte Ausflugsziele. Unzählige kleine Wiesenbewohner wie Bienen, Hummeln, verschiedene Falter und auch Singvögel können hier auf der Suche nach Nahrung beobachtet werden. Überdies versorgen Schilder den menschlichen Besucher mit Informationen, etwa zur Flächengröße oder beteiligten Akteuren. »2020 sollen auf jeden Fall weitere Areale hinzukommen«, wünscht sich Dr. Grunenberg. Und damit nicht genug: »Insgesamt wollen wir in fünf Jahren 100 Hektar solcher Blühflächen etablieren.
Das entspricht immerhin rund 150 Fußballfeldern! Von daher würden wir uns natürlich sehr über weitere Unterstützer freuen – je mehr Kunden und Kundinnen mitmachen und sich gemeinsam in unserer Stadt aktiv für die Umwelt einsetzen, desto eher können wir das Ziel erreichen!«

Wie kann ich helfen?

Mit einem Jahresbeitrag von nur 12 Euro kann jeder Stadtwerkekunde daran mitwirken, etwas zur Erholung der Insekten- und Singvogelpopulation in Lünen und Umgebung beizutragen und die Lebensqualität vor Ort zu verbessern. Der Betrag gilt für ein Kalenderjahr – unabhängig davon, in welchem Monat mit der Unterstützung begonnen wurde – und endet automatisch am Ende des Kalenderjahres. Die Abrechnung erfolgt mit der Jahresrechnung (Voraussetzung: SWL-Strom- und/oder Erdgastarif).
Die SWL-EnergieBiene kann bequem online gefördert werden unter www.SWL24.de/energiebiene. Auch das SWL-Kundenzentrum an der Borker Straße 56-58 hilft bei Interesse gerne weiter.

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