Stadtmagazin Lünen: Dies und Das

Alles Gute zum 100.!

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Happy Birthday Stadtmagazin Lünen

Zugegeben, wir schummeln grad ein wenig. Auch wenn für die Mitarbeiter und vielleicht auch manchen Leser ein Leben ›vor dem Stadtmagazin‹ kaum denkbar sein mag, 100 Lenze hat Lünens erstes Hochglanzmagazin nun doch noch nicht auf dem Buckel.

Dafür aber 100 Redaktionsschlüsse, 100 Korrekturplots, 100 Verteilerlisten. 100-mal Stress und blankliegende Nerven. 100-mal neugieriges Bangen, wenn der erste vorsichtige Blick in das frisch gedruckte Medium geworfen wird, 100-mal Stolz über das glänzende Ergebnis und ab und an ein ärgerliches Seufzen, wenn sich der Fehlerteufel eingeschlichen hat. Auf jeden Fall ist uns die 100. Ausgabe Anlass genug für kleinen Rückblick.

Wir erinnern uns noch gut an das eine oder andere skeptische Stirnrunzeln vor 16 Jahren: »Ein Hochglanzmagazin für Lünen? Wer will das lesen?« Na, denen haben wir es aber gezeigt! Vor allem haben wir alles gegeben, nicht nur was die inhaltliche Ausgestaltung betraf. Auch in Sachen Layout machte uns keiner etwas vor. Wir haben – zumindest bei den ersten Ausgaben – verziert und die Schriftarten gewechselt, was das Zeug hielt: Times, Arial, Cambria, Courier, Garamond, Erik lefthand, Frutiger – Lieblingsfarbe bunt. Mittlerweile geht es im Stadtmagazin doch eine Ecke schnörkelloser zu, weniger ist halt manchmal mehr.

Das gilt natürlich nicht für die Bandbreite der Themen: Je abwechslungsreicher, desto besser, lautet die Devise. Das fällt nicht schwer, denn in Lünen an der Lippe ist bekanntlich immer etwas los. Übrigens macht bei uns jeder Redakteur alles. So kommt man viel herum. Vom neuen Modegeschäft über die Tischlerei Müller oder den Malermeister Meier zum Interview mit den Stadtwerken, danach noch ein Abstecher ins Stadtarchiv, mit dem wir seit vielen Jahren ausgesprochen gut und gern zusammenarbeiten, ehe es zum Fototermin in der Turnhalle geht: Da sammelt sich eine Menge gesundes Halbwissen an.

Wir sprachen mit Wohnungslosen und Firmenchefs, haben Sportjunkies und Taubenzüchter interviewt, waren Pilze sammeln und Kanu fahren, haben die Müllabfuhr on Tour begleitet und jede Menge Katzen und Hunde fotografiert – Tiere machen sich immer gut. Manche Ortstermine blieben besonders im Gedächtnis, wie etwa das Treffen mit einer syrischen Flüchtlingsfamilie, deren Geschichte mir immer noch Tränen in die Augen treibt, der Besuch im Hospiz oder das Interview mit dem ADAC-Luftrettungsteam ›Christoph 8‹.

Und manchmal, da müssen wir auch regelrecht über uns hinauswachsen. Sei es beim Besuch im Seniorenzentrum, wo der ahnungslosen Reporterin unversehens ein lebendiges Huhn in den Arm gedrückt wird, bei stürmischem Herbstwetter im Cappenberger Wald oder in 110 Metern Höhe auf der Turmspitze eines Kohlekraftwerks. Das war Adrenalin pur!

Wir sind gespannt, wie die Arbeit beim Stadtmagazin in zehn Jahren aussieht. Hoppla, hören wir da etwa ein ›In zehn Jahren? Wer liest dann noch ein Printmagazin?‹ Wir sagen: abwarten und Tee trinken. Tee? Ach was! Heute holen wir den Schampus raus und stoßen an: Auf die nächsten 100!

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