(Fast) wie früher
Nachhaltiger Grillgenuss
Gemeinsam schmausen auf der Terrasse, den verlockenden Duft von Holzkohle und knusprigen Würstchen in der Nase … Für die Autorin dieses Artikels ist das Grillen eine von klein auf heißgeliebte Tradition.
Obst grillen? Das geht!
In letzter Zeit jedoch beobachtet sie einen Trend: Immer mehr Menschen ernähren sich vegetarisch oder gar vegan, was bei der Speiseplanung unbedingt berücksichtigt werden muss, damit das kulinarische Stelldichein kein vorschnelles Ende findet. Wobei gegrilltes Gemüse natürlich (!) auch für FleischliebhaberInnen eine wunderbare Ergänzung bietet. Zucchini, Auberginen, Champignons, grüner Spargel, Paprika, Zwiebeln, Kartoffeln, Kürbis und Mais, aber auch Äpfel, Birnen, Bananen oder Pfirsiche eignen sich hervorragend für die Zubereitung auf dem Rost und steuern teils völlig neue Geschmackskomponenten bei. Moment mal: Obst grillen? Das geht! Probieren Sie unser Rezept!
Fleisch von glücklichen Tieren erkennen
Wer so gar nicht auf sein traditionelles Grill-Highlight verzichten möchte, greift optimalerweise zu hochwertigen Produkten aus artgerechter Haltung. Fleisch von glücklichen Tieren erkennen Sie am Tierschutz- oder Bio-Label. Nachhaltig gefangene Meeresbewohner tragen das MSC- oder Naturland-Siegel. Fisch aus kontrollierten Aquakulturen wird durch das ASC-Siegel oder das Bio-Label ausgewiesen. Vielleicht müssen Sie dafür an der Kasse ein paar Euro mehr hinblättern, doch es lohnt sich, weil man Qualität in der Regel eben doch schmecken kann. Lieber ein gutes Stück vom Händler des Vertrauens als drei Billig-Koteletts aus der Tiefkühltruhe! Darüber freut sich schlussendlich auch die Bikini-Figur.
Vorsicht bei Alufolie
Wo wir beim Thema Gesundheit sind: Rohes Fleisch kann mit krankmachenden Keimen belastet sein und sollte daher ordentlich durchgegart werden. Die Verbraucherzentrale mahnt zudem zur Vorsicht bei der Verwendung von Alu-Grillschalen oder Alufolie: Durch salzhaltige Marinaden könne sich gesundheitsschädliches Aluminium lösen und auf das Essen übergehen. (Das gleiche gilt übrigens für säurehaltige Lebensmittel wie etwa Schafskäse in Tomaten oder mit Zitronensaft gewürzte Fischfilets.) Besser ist eine Grillschale aus Edelstahl. Tipp: Fleisch, Fisch oder Gemüse lediglich dünn mit einem hitzestabilen Öl bestreichen und erst nach dem Garen auf dem Teller würzen. Dieses Vorgehen schützt die Speisen auch vor dem Austrocknen während des Grillprozesses. Und lassen Sie ja nichts anbrennen!
So schützen wir den Regenwald
In den letzten Jahren hat sich nicht nur lebensmittelbedingt einiges geändert. Während eingefleischte Grillfans gerne ein offenes Holzkohlefeuer entfachen, schätzen immer mehr Menschen die kurze Vorheizzeit von Gas- und Elektrogeräten. Ein weiterer Vorteil: Durch den fehlenden Rauch entstehen hierbei weniger gesundheitsschädliche Stoffe und es gibt keine Asche zu entsorgen. Aber auch wer auf die alte Art mit Holzkohle oder Briketts grillt, kann halbwegs ökologisch unterwegs sein. Etablierte Prüfsiegel wie das FSC-Siegel, das Bio-Siegel oder das Naturland-Siegel kennzeichnen Holzprodukte, die aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. So können wir zumindest sicher sein, nicht aus Versehen einen Teil tropischer Regenwälder zu verfeuern. pl
Feldsalat mit gegrillten Pfirsichen
(4 Portionen)
4 Pfirsiche
400 g Feldsalat
200 g Feta
1 Bund Rosmarin
3 EL Ahornsirup
2 EL Apfelessig
2 EL Olivenöl
1 Prise Salz
50 g Pinienkerne
50 g frische Minze
Feldsalat waschen und trocken tupfen. Den Fetakäse würfeln und mit dem Salat in eine große Schüssel füllen. 2 EL Ahornsirup, Apfelessig, Olivenöl und Salz zu einem Dressing verrühren und über den Salat geben. Alles gut vermengen. Die Pinienkerne kurz anrösten. Die Pfirsiche in Spalten schneiden, mit dem Rest des Ahornsirups bestreichen, den Rosmarin darauf verteilen und für fünf bis zehn Minuten auf den Grill geben, bis die Oberfläche auf beiden Seiten karamellisiert ist. Den Salat mit den karamellisierten Pfirsichen anrichten und das Ganze mit den angerösteten Pinienkernen und frischer Minze bestreuen. Funktioniert auch mit gegrillter Nektarine oder Birne!
Halloumi-Süßkartoffel-Spieße
(ca. 6 Stück)
600 g Halloumi (ungewürzt)
1 Süßkartoffel
1 Knoblauchzehe
1 Chilischote
3-4 Stängel frische Minze
(nach Belieben)
10 EL Olivenöl
4 EL Zitronensaft
1–2 TL Honig
Salz, Pfeffer
Den Halloumi in mundgerechte Stücke schneiden. Die Süßkartoffel ebenfalls grob würfeln und in Salzwasser gute 5 Minuten vorgaren. (Das Fleisch sollte noch bissfest sein, damit es später beim Aufspießen nicht zerfällt.) Währenddessen Knoblauch, Chili und Minze fein hacken. Mit Olivenöl, Zitronensaft, Honig, Salz und Pfeffer zu einer Marinade verrühren. Die Würfel in der Marinade wälzen und für eine halbe Stunde durchziehen lassen. Nun die Spieße abwechselnd mit Halloumi und Süßkartoffel bestücken. Auf den Rost legen und ca. 5 Minuten grillen, bis sie schön braun sind. Mit frischer Minze servieren.
Gefüllte Birnen mit Gorgonzola
4 reife Birnen
Olivenöl zum Bestreichen
100 g Gorgonzola
4 EL Holunderblütensirup
2 EL Sojasoße
2 EL Olivenöl
2 EL Weißweinessig
½ TL Pfeffer aus der Mühle
50 g geröstete und gehackte Walnüsse oder Haselnüsse
Frische Minzblätter
Holunderblütensirup, Sojasoße, Olivenöl, Weißweinessig und frisch gemahlenen Pfeffer zu einem Dressing verquirlen. Die Birnen halbieren, entkernen und mit etwas Olivenöl bestreichen. Von beiden Seiten jeweils ca. 3 Minuten bei hoher Temperatur anrösten, bis sich Grillspuren zeigen und das Fruchtfleisch schön weich ist. Den Gorgonzola zerkrümeln. Die Birnenhälften mit der Öffnung nach oben auf einem Teller anrichten und mit den Gorgonzola-Bröseln und den gehackten Nüssen befüllen. Großzügig mit dem Holunderblütendressing beträufeln und mit frischen Minzblättern garnieren. Voilà!
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