IN DER STADT

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oben: Michael Laqua (mitte) fühlt sich bei den Mitarbeitern der WFG Werner Kaltenborn (l.) und Hans Jürgen Krüner (r.) bestens aufgehoben.
mitte: Die Kostal GmbH hat die Hälfte des Sudfelds gekauft.
unten: (v.l.) Werner Kaltenborn, WFG Hagen, und Unternehmer Jörg Schneider-Begrow, verbindet die gute Zusammenarbeit.

Gewerbegebiet Lennetal

Mitte der 70er-Jahre begann die Stadt Hagen mit der konsequenten Erschließung des Gewerbegebiets Lennetal. »Die Unternehmen brauchten Platz, um zu expandieren«, erklärt Frank Röhling, Bereichsleiter Unternehmensbetreuung und Standortentwicklung bei der WFG Hagen, der Wirtschaftsförderung Hagen GmbH, »zudem sollte die Verkehrsbelastung in der Innenstadt minimiert werden, also begann man die Lenne zu begradigen und einzudämmen, um neue Flächen zu schaffen.«

Rund 90 Millionen Euro hat das Projekt bis heute gekostet, entstanden sind 4.500.000 Quadratmeter Fläche, davon alleine 3.500.000 Quadratmeter gewerbliche Nutzfläche. 254 Betriebe siedelten sich an und schafften so 25.000 Arbeitsplätze. Schwerpunktmäßig verlagerten Stahl- und Metall verarbeitende Betriebe ihren Sitz in das Lennetal. Als die WFG Mitte der 90er ihre Arbeit aufnahm, wurde das Gebiet erweitert, das Areal Röhrenspring wurde dem Lennetal angeschlossen. Einhergehend mit dem allgemeinen Strukturwandel siedelten sich zum Beispiel im Röhrenspring Handwerker, auch kleinere Betriebe, Großhandel, Dienstleister und ein Softwareunternehmen, die ›Networkers‹, an. Auch im übrigen Lennetal vollzog sich der Wandel. In Reh ließen sich viele Logistiker nieder, das Paket- und Briefzentrum der Post kam hinzu, die C.D. Wälzholz GmbH verlegte die Hauptverwaltung und mehrere Produktionsstätten in das Lennetal. Jüngste neu erschlossene Gewerbefläche ist das Sudfeld. ›Das Unternehmen Kostal aus Lüdenscheid war von dem Standort so angetan, dass sie gleich das halbe Sudfeld gekauft haben‹, erklärt Werner Kaltenborn, bei der WFG zuständig für das Flächen-Immobiliengeschäft und die Unternehmensbetreuung. Expansionsmöglichkeiten im Sudfeld sah auch Jörg Schneider-Begrow für sein Unternehmen, die ›Schneider & Rüseler GmbH‹. »Unsere Firma besteht seit 35 Jahren, seit 2003 sind wir im Sudfeld ansässig«, erklärt der Geschäftsführer, »wir sind zufriedene Kunden der WFG und auch besonders zufrieden mit der Infrastruktur hier im Gebiet. Da wir technischen Industriebedarf, Arbeitschutzkleidung usw., anbieten, ist dieser Standort ideal. Wir sitzen hier sozusagen mitten unter unseren Kunden.« Zudem haben die guten Verkehrsanbindungen des Areals Schneider-Begrow dazu bewogen, hier im Sudfeld zu bauen.
Auch Michael Laqua, Inhaber der ›WTH Laqua GmbH‹, die Formwerkzeuge zur Federherstellung produziert, bereut es nicht, für sein Unternehmen den Standort Sudfeld gewählt zu haben. »Wir waren einer der ersten, die hier 2000/2001 gebaut haben und sind sehr zufrieden mit dem Standort. Die Zusammenarbeit mit der WFG hat immer bestens geklappt, wenn ich ein Frage habe, wird diese auch prompt beantwortet.«
Diskussionen wirft zurzeit die Nutzung der Fläche Herbeck auf. Das Land will das Gelände von der Stadt Hagen kaufen, um eine Justizvollzugsanstalt darauf zu errichten. Die expansionswilligen Unternehmer würden es jedoch nur ungern sehen, wenn dieses laut ihrer Ansicht ›Sahnestückchen des Lennetals‹ an einen Nichtgewerbetreibenden veräußert wür-de. »Wir haben keinen Einfluss auf die Entscheidung«, sagt Frank Röhling, »ich kann den Unternehmern jedoch versichern, dass wir kurz- und langfristig allen genügend Fläche für Betriebserweiterungen und Neubauten zur Verfügung stellen können. Ich denke da zum Beispiel an die Flächen Hamacher in Halden mit rund 50.000 Quadratmetern Netto-Neubauland oder auch an das Böfeld oder die Hassleyer Insel.«

Artikel von S. 8 in Ausgabe 4 (08.2009)

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