Stadtmagazin Witten: Lehren und Lernen

Erste Hilfe im Klassenzimmer

Foto(s) zum Vergrößern anklicken

Quellenangabe in den Vergrößerungen

Wie versorgt man einen Verletzten? Wie sieht ein Rettungswagen von innen aus? Und wie funktionieren Funkgeräte? Spannende Technik zum Anfassen und jede Menge Kunstblut ist das Rezept, mit dem das Wittener Jugendrotkreuz Schüler für die gute Sache begeistert. »Die Teilnehmer lernen nicht nur Erste Hilfe, im Rahmen des ehrenamtlichen Engagements werden auch soziale Kompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein und Teamgeist gefördert«, so Moritz Hafer und Katharina Damsky, zuständig für die Koordination der Schularbeit.

»Am Ende hat der Schulsanitäter alles gelernt, was ein Rotkreuzler können muss.«
Seit vielen Jahren unterstützt das Jugendrotkreuz die Ausbildung von Schulsanitätern. Aktuell bestehen Kooperationen mit fünf weiterführenden Wittener Schulen und einer in Langendreer. »Kooperationslehrer vermitteln interessierten Jugendlichen erste Grundkenntnisse, die weiterführende Qualifikation erfolgt durch das DRK«, erklärt Moritz Hafer. Neu ist, dass alle Schüler einmal monatlich zur gemeinsamen Fortbildung geladen werden. Hier lernen sie Maßnahmen und Materialien kennen, die über Verbandskasten und stabile Seitenlage weit hinausgehen: Wie handhabe ich einen Beatmungsbeutel? Wie bereite ich eine Infusion vor? Wie transportiere ich einen Patienten mit einer Trage? »Am Ende hat der fertige Schulsanitäter in altersgerechter Form alles gelernt, was auch ein erwachsener Rotkreuzler können muss – die ideale Voraussetzung, falls die Jugendlichen Lust haben, sich darüber hinaus beim DRK zu engagieren«, so Katharina Damsky.

Mit Pflaster und Funkgerät
Unter Anleitung kommen die jungen Nachwuchs-Sanitäter auf dem Schulhof oder im Klassenzimmer zum Einsatz. Hier können sie ihre frisch erworbenen Fähigkeiten in der Praxis anwenden. Eine beliebte Gelegenheit sind auch die sommerlichen Bundesjugendspiele. Beim Sportfest der Holzkamp-Gesamtschule rückte das DRK mit mehreren Einsatzfahrzeugen zur Verstärkung an. »Schulsanitäter und interessierte Schüler durften einsteigen, die Funkgeräte ausprobieren, Lagepläne zeichnen, im Versorgungstrupp über den Platz laufen und ›Verletzte‹ verarzten«, berichtet Moritz Hafer. Und sie machten ihre Sache richtig gut! Da wurden Blasenpflaster aufgeklebt, kleine Schürfwunden verbunden und Mückenstiche versorgt. »Für den Notfall waren unsere erfahrenen Einsatzkräfte immer in der Nähe. Zum Glück ist aber nichts Schlimmes passiert.«

Held werden!
Neu in Planung ist zudem eine AG, die ab dem kommenden Schuljahr zunächst an einer weiterführenden Schule in Witten angeboten wird. Unter dem Motto ›heute schon die Welt verbessert?‹ stellt sich das Jugendrotkreuz mit seinen vielfältigen Angeboten für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 27 Jahren vor. Und die fangen bei Erster Hilfe gerade erst an. »Die Teilnehmer können einen Blick hinter die Kulissen der größten humanitären Hilfsorganisation der Welt werfen, in generationenübergreifende und interkulturelle Projekte hineinschnuppern und an Übungen des Katastrophenschutzes teilnehmen«, so  Katharina Damsky. »Selbstverständlich werden wir auf individuelle Wünsche eingehen!«

Das Jugendrotkreuz …
… ist nicht nur an den Schulen aktiv.
Die Jugendgruppen treffen sich dienstags,
mittwochs und donnerstags von 17 bis 19 Uhr.
Mehr Infos unter www.drk-witten.de
oder Tel. 0 23 02 / 91 01 60.

Facebook Logo  diese Seite auf Facebook teilen