Stadtmagazin Witten: Gesundheit und Wellness

›Frühjahrsputz‹ für Körper und Seele

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Kamelle, Faschingskrapfen und das ein oder andere Gläschen zu viel – die tollen Tage hatten es wieder mal in sich. Mit den Folgen plagt sich unser Organismus dann noch Wochen später herum: Müdigkeit, innere Unausgeglichenheit, überschüssige Pfunde, unreine Haut … Sieht nicht schön aus und fühlt sich auch nicht gut an! Manche Menschen entschließen sich daher zu Beginn des neuen Jahres zu einer Entgiftungskur. Das so genannte Heilfasten ist ein altbewährter Brauch, der in den Religionen schon seit Jahrtausenden ausgeübt wird: Aus dem Christentum stammt beispielsweise das Fasten zwischen Aschermittwoch und Ostern, der islamische Ramadan beginnt Ende September und dauert einen Monat. Dabei handelt es sich weniger um eine Diät als vielmehr um eine innere Reinigung, die sich positiv auf Körper, Geist und Seele auswirkt! Auf den folgenden Seiten geben wir Ihnen einige Tipps, die sich bequem zu Hause umsetzen lassen.

Ernährung
Zucker- und fettreiche Kost, Koffein- und alkoholhaltige Getränke belasten den Organismus und sind daher in der Entschlackungsphase tabu. Doch: Finger weg von Nulldiäten! Radikales Fasten (d.h. der komplette Verzicht auf feste Nahrung) ist einseitig, birgt die Gefahr des Jojo-Effekts und empfiehlt sich ohnehin nur unter ärztlicher Aufsicht. Das Geheimnis schonender Entgiftung ist die gezielte Auswahl natürlicher Lebensmittel. Obst und Gemüse sollten täglich verzehrt werden. Sie enthalten lebenswichtige Vitamine, kurbeln den Stoffwechsel an, fördern die Entwässerung und helfen somit, den Körper zu entschlacken, d.h. ihn von Giftstoffen zu reinigen. Je nach Saison empfehlen sich Artischocken, Spargel, Schlangengurke, Zucchini, Blumenkohl, Brokkoli, Sellerie, Spinat, Salat, Ingwer, Bärlauch oder Früchte wie Äpfel, Bananen, Ananas, Erdbeeren, Pflaumen, Weintrauben, Zitrusfrüchte und Kiwi. Kartoffeln, Soja- bzw. Vollkornprodukte, Nüsse oder auch mageres Fleisch und Fisch liefern Energie und sichern die Eiweißzufuhr. Salz sollte möglichst sparsam eingesetzt werden. Würzen Sie lieber mit Kräutern, Zitronensaft, Obstessig oder kaltgepressten Ölen. Zudem ist es wichtig, den Körper mit ausreichend Flüssigkeit (ideal: stilles Wasser oder Kräutertees) zu versorgen. Mindestens zwei Liter brauchen wir am Tag!

Entspannung
Nicht nur der Körper, auch die Seele benötigt ab und an eine Auszeit von den täglichen Belastungen. Heilfasten ist dann am erfolgreichsten, wenn es von entsprechenden Bewegungs- und Entspannungsprogrammen begleitet wird. Beim Schwitzen in der Sauna oder in der heimischen Badewanne können wir so richtig abschalten. Gleichzeitig werden mit dem Schweiß weitere Giftstoffe nach außen transportiert, was den Entschlackungsprozess unterstützt. Gesichtsmasken haben nicht nur eine starke Wohlfühl-Funktion, sie durchbluten die Haut und helfen bei der Regeneration. Zu jeder Fastenkur gehört außerdem eine gute Portion Bewegung. Kleine Waldspaziergänge, Nordic Walking oder leichtes Jogging an der frischen Luft bringen den Kreislauf ordentlich in Schwung. Bei allen guten Vorsätzen sollten Sie Ihrem Körper aber nicht zu viel zumuten. Das heißt: neben ausreichend Schlaf mindestens einmal am Tag einfach das tun, worauf man spontan Lust hat, sei es sich mit einem guten Buch aufs Sofa zu verziehen oder die beste Freundin in der Stadt zu treffen.

Danach
Fasten bietet die ideale Gelegenheit, um schlechte Gewohnheiten endlich abzulegen. Wir fühlen uns frischer und fitter – warum also nicht die gesunde Lebensweise im Alltag beibehalten? Wer sich nicht in ständigem Verzicht üben und lieber ›zwischendurch‹ entschlacken will, kann einfach ein oder zwei Obst- und Gemüsetage pro Woche einlegen. Diese Methode, heißt es, sei sinnvoller als jede Diät! Hier noch ein paar Rezept-Tipps für den inneren und äußeren ›Frühjahrsputz‹:

Cleopatra-Bad 
(Rezept von Natur-Friseurin Vera Bruckhoff)

Einfach 1 l Vollmilch und 2 EL Honig ins heiße Wasser geben. Der Honig sorgt dafür, dass sich das Milchfett gut in der Wanne verteilt. Königliches Badevergnügen – für eine zartweiche, junge Haut!

Quark-Packung

2 EL kalter Quark
1 TL Honig
1 TL Weizenkleie

Alle Zutaten gut miteinander vermischen und auf Gesicht und Dekolleté auftragen. Fünf Minuten einwirken lassen und gründlich mit lauwarmem Wasser abspülen. Spendet Feuchtigkeit, erfrischt und pflegt – für einen strahlenden  Teint!

Bunte Fischsuppe 
(2 Personen):

400 g Seelachsfilet
100 g Kartoffeln
1 große Möhre
1 Fenchel
1 Schalotte
1 Fleischtomate
3/4 Liter Gemüsebrühe
2 EL Essig
2 EL Esslöffel Olivenöl
1 Knoblauchzehe
2 Msp Meersalz
Pfeffer

Knoblauch pressen und mit 1 EL Olivenöl und 1 Msp Meersalz verrühren. Die Fischfilets in mundgerechte Stücke zerteilen und zehn Minuten marinieren. Gemüse klein schneiden und mit dem restlichen Olivenöl andünsten. Mit Brühe und Essig aufgießen und köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind. Kurz vor Schluss den marinierten Fisch hinzugeben und die Suppe noch ca. 5 Minuten ziehen lassen. Mit Meersalz und Pfeffer abschmecken.

Erdbeer-Spargel-Salat mit Walnüssen 
(2 Personen)

250 g grüner Spargel
250 g Rucola
200 g Erdbeeren
4 EL Walnüsse
3 EL Erdbeer- oder Himbeeressig
3 EL Walnussöl
1 TL Honig
Meersalz, bunter Pfeffer

Spargel waschen und in mundgerechte schräge Stücke schneiden, die unteren Enden abtrennen. Fünf bis zehn Minuten in kochendem Salzwasser bissfest garen. Anschließend aus dem Topf nehmen und gut abtropfen lassen. Rucola waschen und trocken schleudern. Erdbeeren waschen und vierteln. Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Alles in eine Schale geben. Ein Dressing aus Essig, Öl, Honig, Salz und Pfeffer anrühren und mit dem Salat vermengen.

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