Stadtmagazin Lünen: Kulinarische Reise

Kürbis

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Köstliche Momente in Orange

Jede Saison hat ihre Reize. Wenn der Herbst mit grauen Regenwolken und bunt verwirbeltem Laub über das Land zieht, freuen wir uns auf Kekse, Krimi und Kerzenschein. Damit es richtig gemütlich wird, darf auch das heiße Kürbissüppchen nicht fehlen. Die cremige Delikatesse ist eines unserer Gute-Laune-Rezepte für dunkle Herbstabende!

Die schwersten ›Beeren‹ der Welt

Aktuell locken Supermärkte und Hofläden mit einem Großaufgebot an Kürbissen. Aus botanischer Sicht handelt es sich bei den hartschaligen Früchten übrigens um Beeren. Insgesamt umfasst die Kürbis-Familie über 800 Sorten. Einige von ihnen sind jedoch ungenießbar, da sie eine hohe Konzentration an giftigen Bitterstoffen aufweisen. Diese Zierkürbisse taugen höchstens zum Basteln, insbesondere an Halloween. Im Topf haben sie nichts verloren.

Gesundheitstipp: Sie sind sich nicht sicher, ob es sich bei dem in ihrem Garten sprießenden Schwergewicht um einen Zierkürbis oder um einen Speisekürbis handelt? Trauen Sie Ihren Sinnen! Die Rohverkostung ist im Verdachtsfall der sicherste Weg, um Klarheit zu gewinnen. Riecht oder schmeckt das Fleisch bitter, lassen Sie die Finger davon! Gleiches gilt übrigens für Gurke und Zucchini.

Hokkaido versus Butternuss

Der Hokkaido ist die unangefochtene Nummer eins unter den Speisekürbissen. Neben seinem aromatischen Geschmack, seiner leuchtenden Farbe und dem festen Fleisch hat der Japaner in der Küche einen ganz praktischen Vorteil: Man kann seine Schale gleich mit verarbeiten! Viele Gourmets schwören ebenso auf den birnenförmigen Butternusskürbis: Er ist schnell geschält und eignet sich mit seinem buttrig-nussigen Aroma insbesondere für Cremesuppen.
Neben Suppen und Eintöpfen lassen sich aus dem feinen Herbstgemüse noch viele andere Leckereien zaubern. Ob gebraten, gedünstet oder gekocht, als Kuchen, Dessert oder süßsauer eingelegt: Kürbisgerichte sind eine Wonne für Gaumen und Seele und – die gute Nachricht für alle Gesundheitsbewussten – dazu sehr kalorienarm.

Küchentipp: Reife Früchte klingen hohl, wenn man mit dem Finger gegen die Schale klopft. Jetzt gekauft, bleibt der Kürbis kühl und trocken gelagert bis zum Frühjahr frisch. Bei der Zubereitung des festen Fleisches leistet ein stabiles Messer gute Dienste.

Rezepte

Kürbissüppchen mit Croutons

1 Butternuss-Kürbis
1 Apfel
1 Zwiebel
2 EL brauner Zucker
800 ml Gemüsebrühe
2 EL Feigensenf
1 EL saure Sahne
Salz und Pfeffer
4 Scheiben Toast
Frische Petersilie
Butterschmalz zum Braten

Kürbis schälen, Kerne entfernen. Das Fleisch grob würfeln. Zwiebel und Apfel ebenfalls würfeln.

Zwiebelwürfel glasig dünsten. Kürbis, Apfel und Zucker hinzufügen und kurz mitdünsten. Brühe aufgießen und alles im geschlossenem Topf bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis Kürbis und Apfel weich sind. Alles mit einem Stabmixer fein pürieren. Senf und saure Sahne unterrühren und die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Toast in Würfel schneiden und in einer Pfanne knusprig braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Kürbissuppe mit Petersilie garnieren, dazu die Croutons servieren.

Kürbisrisotto (4 Personen)

400 g Risotto-Reis
600 g Hokkaido-Kürbis
2 Möhren
1 Paprika
Ca. 1–1,5 l Gemüsebrühe
1 Glas Weißwein
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
40 g Parmesan
4 EL Butter
Einige Blätter Zitronenthymian
Salz und Pfeffer

Kürbis waschen und stückeln. Paprika und Möhre waschen, schälen und in kleine Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Parmesan reiben. Schalotten und Knoblauch in etwas Butter in einer großen Pfanne anschwitzen. Die Kürbiswürfel, Paprika und Möhren dazugeben und kurz anbraten. Dann den Reis hinzufügen und unter Rühren glasig werden lassen.
Mit Weißwein ablöschen, die heiße Brühe kellenweise nachgießen und unterrühren, bis das Risotto eine cremige Konsistenz erreicht (dauert ca. 30–40 Minuten). Zum Schluss die restliche Butter und den Parmesan unterheben. Mit Zitronenthymian, Salz und Pfeffer abschmecken.
Tipp: Dazu schmecken hervorragend gebratene Garnelen!

Gebackener Kürbis (Dessert)

1 Kürbis (Hokkaido oder Butternuss)
200 g Walnüsse
Ca. 500 g Zucker
Zimt

Kürbis schälen und in Scheiben schneiden. Kürbisscheiben abwechselnd mit Walnüssen und Zucker in eine feuerfeste Form schichten. Zum Schluss mit einer Zuckerschicht bedecken. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad für ca. 20 Minuten backen. Zimt darüberstreuen. Warm oder kalt servieren.
Kürbisquiche
Für den Belag:
600 g Kürbisfleisch
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
2 EL Öl
50 ml Gemüsebrühe
200 g geriebenen Käse
3 Eier
200 g gewürfelten Katenschinken
2 rote Paprikaschoten (Spitzpaprika)
Kräutersalz

Für den Teig:
200 g Mehl
15 g Hefe
1/2 TL Kräutersalz
1 EL Öl
150 ml Wasser
Kürbiskernöl
Kürbiskerne
Frischen Ingwer
Pfeffer

Das Kürbisfleisch grob würfeln, ebenso die Zwiebeln, den Knoblauch und Ingwer. Die Spitzpaprika in feine Streifen schneiden.

Den Katenschinken bei mittlerer Temperatur auslassen, aus dem Topf nehmen und das Öl in den Topf geben. Zwiebeln und Kürbisfleisch zugeben, kurz dünsten. Ingwer und Knoblauch zugeben und circa drei Minuten mitbraten. Brühe zugießen und circa 20 Minuten köcheln, bis der Kürbis weich ist. Alles pürieren, den Schinken und die Paprikastreifen zugeben und die Masse etwas abkühlen lassen. Eier verrühren, mit dem geriebenen Käse unter das Kürbispüree mischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Teigzutaten vermischen. Den fertigen Teig gehen lassen, ausrollen und in eine Quicheform geben (30 Zentimeter Durchmesser). Kürbispüree einfüllen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad (Umluft: 175 Grad) circa 45 Minuten backen. Nach dem Backen mit Kürbiskernöl beträufeln und mit Kürbiskernen bestreuen.

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