Stadtmagazin Lünen: Unternehmen

Kontakte, Kommunikation, Kompetenzen

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Ein blank gewienerter Parkettboden, an den Seiten große Spiegel und hölzerne Handläufe, in der Ecke der Garderobenständer mit Tutus. Hier in der Ballettschule Richter haben unzählige kleine Mädchen von einem Leben als Primaballerina geträumt. Doch nein, am heutigen Abend geht es nicht um Jungmädchen-Träume. Hier treffen sich Frauen, die ihren Berufstraum bereits verwirklicht haben, selbstständige Unternehmerinnen und Frauen in führender Position, die offen sind für Neues, für Inspirationen, für Synergieeffekte, für Weiterentwicklung. Das Netzwerk Frau Lünen e.V. lädt zum monatlichen Jour fixe.

Längst kennt man den Verein in Lünen, sei es durch die vielbeachteten Vorträge, zu denen zweimal jährlich auch interessierte Nicht-Mitglieder eingeladen werden, sei es durch das karitative Engagement, z. B. zugunsten des Olper Kinderhospiz, der Vincke-Schule, des Heinz-Hilpert-Theaters oder der GUMMI-Initiative. 2004 wurde das Netzwerk Frau durch die Gründungsmitglieder José Flume, Silke Grote und Dr. med. Martina Pago-Welke initiiert. »Zunächst war es ein loser Zusammenschluss von 14 Frauen, die den Austausch mit anderen Unternehmerinnen aus möglichst unterschiedlichen Sparten suchten. Die Idee war, sich zu ergänzen und zu unterstützen, von den Stärken der anderen zu profitieren, sich das jeweilige Wissen und die besonderen Fähigkeiten zunutze zu machen und somit ein funktionierendes Netzwerk und Forum für Frauen in Führungspositionen auf die Beine zu stellen«, erzählt die heutige Vorsitzende Susanne Schmelter.

Das Konzept griff. Längst ist aus dem losen Zusammenschluss ein Verein mit festen und verbindlichen Strukturen geworden. Einmal im Monat finden die regelmäßigen Treffen statt, halten die mittlerweile 24 Mitglieder abwechselnd Vorträge zu interessanten Aspekten ihrer Tätigkeit, wird den Beteiligten die Möglichkeit gegeben, sich und das Portfolio ihres Unternehmens vorzustellen und werden zudem externe Referenten zu den unterschiedlichsten übergreifenden Gebieten wie Werbung und Marketing, Verkaufsstrategie und positive Selbstdarstellung, aber auch Aspekten wie Stalking und Opferschutz oder Social Media eingeladen. »Schnell merkten wir jedoch, dass neben der beruflichen Zielsetzung auch der Wunsch bestand, sich gesellschaftspolitisch und sozial zu engagieren. Mittlerweile macht das karitative Engagement einen wichtigen Bestandteil unseres Zusammenschlusses aus«, berichtet die zweite Vorsitzende Christiane Krause-Schumann. Wichtig ist den Netzwerkerinnen vor allem, sich nicht nur finanziell, sondern auch persönlich einzubringen. Insbesondere beim Projekt ›Vinckeschule‹ kam so manche berufsspezifische Kompetenz zum Tragen, wurden Schülern und Eltern Workshops und Seminare angeboten zu den Bereichen Rückenschulung, Konzentrationstraining, Konfliktmanagement, Lesen etc.
Das jüngste Projekt: ein vom Netzwerk Frauen e.V. ausgelobter Preis beim Lüner Kinofestival. »Ebenso, wie wir uns jeweils zum Jahresende zusammensetzen und die Themenplanung für unsere monatlichen Treffen inkl. der beiden offenen Vorträge vornehmen, so überlegen wir gemeinschaftlich, wo wir uns im kommenden Jahr karitativ engagieren. Dieses Jahr fiel die Entscheidung darauf, im Rahmen des Lüner Kinofests einen mit 1.800 Euro dotierten Preis für ›Frauen hinter den Kulissen‹ auszuloben. Das Scheinwerferlicht fällt halt immer auf die Schauspieler und Regisseure. Welch wichtige Tätigkeit abseits des Rampenlichts – Kamera, Kostüm, Maske, Schnitt – ausgeführt wird, bleibt bedauerlicherweise oftmals auf der Strecke. Leider trifft dies per se auf einige Frauen zu, die viel zu häufig eher unbemerkt im Hintergrund agieren. Von daher waren wir uns bezüglich des Preises sehr schnell einig«, erläutert Sabine Wiesnewski. »Allerdings wurde schon heftig diskutiert«, lächelt Ulrike Eisentraut. »Wie soll der Preis heißen, wie soll er aussehen? Schließlich fiel die Entscheidung auf die ›Perle‹ – eine Kostbarkeit, die im Verborgenen zu finden ist.«

Im Verborgenen zu agieren ist nicht die Sache des Netzwerks Frau e.V. Warum auch? Schließlich wird hier Positives auf die Beine gestellt, zeigen Frauen selbstbewusst ihre Kompetenzen. »Vor allem sind wir die geborenen Netzwerkerinnen, wenn auch auf einer anderen Ebene als Männer. Wir sind kommunikativ, organisationsfreudig, empathisch und sozial. Wir sind Unternehmerinnen und wir wirtschaften gut: Nur so können wir gemäß unseres Mottos ›Kontakte knüpfen, Kommunikation fördern, Kompetenzen vernetzen‹ unsere ambitionierten Ziele verwirklichen, angesehene Referenten engagieren und unsere karitativen Projekte so erfolgreich realisieren.«

Herzlich willkommen!
Das Netzwerk Frau e.V. freut sich immer über neue engagierte und aktive Mitmacherinnen.
www.netzwerkfrau.de

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