Stadtmagazin Lünen: Wir bauen ein Haus

Gartenträume für Faulenzer

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Déjà-vu im Blumenbeet. Jedes Jahr das Gleiche: Bereits im Februar schaue ich ganz ungeduldig nach den ersten Frühlingsblühern aus und sobald die Temperaturanzeige einen kleinen Ausreißer nach oben macht, geht es ab zum Großeinkauf in die Gärtnerei. Emsig pflanze ich Stiefmütterchen, Osterglocken, Primeln und Hornveilchen. Liebevoll begrüße ich sie jeden Morgen, zupfe das ein oder andere verwelkte Blättchen behutsam ab, gieße, harke, dünge und bin von Kopf bis Fuß auf Triebe eingestellt – ja das ist meine Welt, sonst gar nichts. Zumindest bis Ende März.

Bereits im April fange ich leicht an zu schwächeln, im Mai haben mein Garten und ich eine ernste Beziehungskrise und spätestens Anfang Juni mache ich Schluss. Es wird mir einfach zu anstrengend. Ich habe keine Lust mehr auf Rasen mähen, Unkraut ziehen und was weiß ich. Das allerdings nimmt mir der ›Im-Stich-Gelassene‹ schon ziemlich übel. Ich habe mich immer gefragt, woher eigentlich der Begriff Rosenkrieg kommt. Jetzt weiß ich es!
Also: Beim nächsten Garten wird alles anders. Ich brauche nichts Akkurates, nichts Teures, nichts Exklusives. Ich brauche einen verlässlichen Partner, der es verkraftet, dass ich mich nicht von morgens bis abends um ihn kümmere, der mich nicht vereinnahmt und der mit sich selbst durchaus allein etwas anzufangen weiß: einen Garten für Faulenzer!

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