Stadtmagazin Castrop-Rauxel: Leben im Alter

›Ringelsocke im Aufbruch‹

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Handarbeitstreff lädt zum Basar für den guten Zweck

Die gute alte Ringelsocke kommt wohl niemals aus der Mode. Dass sich über diesen beliebten Klassiker hinaus noch viele andere ›Schätze‹ aus Wolle und Stoff fertigen lassen, beweisen die Teilnehmer des Generationenübergreifenden Handarbeitstreffs auf Schwerin. Alle vierzehn Tage wird im Café Pause im Generationentreffpunkt fleißig genäht, gestrickt, gehäkelt und gefilzt, gestickt und gebastelt. Die Ergebnisse sollen am 9. März beim Basar ›Handgemachtes für den guten Zweck‹ einem größeren Publikum feilgeboten werden.

»Stricken ist kein veralterter Zeitvertreib, sondern ein superaktueller Modetrend«, weiß Leiterin Nina Benger. »Man kann etwas Individuelles erschaffen, das nicht jeder hat.« Derzeit sind zwölf Teilnehmerinnen im Alter von 20 bis 83 vertreten. Unter ihnen Heike Hofmeister und Christina Rekendt aus der Selbsthilfegruppe ›Aufbruch‹ für junge Schlaganfallbetroffene und Angehörige, die einmal monatlich ebenfalls im Café Pause zum Erfahrungs- und Gedankenaustausch zusammenkommt. »Wir wollten nicht mehr bloß sitzen und erzählen, sondern getreu unserem Motto ›Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt‹ selbst aktiv werden, etwas schaffen und dabei eine gute Sache unterstützen«, erzählt Heike Hofmeister. Geboren war die Idee zum Basar. »Neben unseren Handarbeiten werden wir an diesem Tag auch Kaffee, Tee, Kuchen – natürlich selbst gebacken – und Würstchen anbieten.« Der Erlös der Veranstaltung geht an die Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln.
Kaffee und Kekse sorgen übrigens auch bei den gewöhnlichen Treffen der Gruppe für Gemütlichkeit. Es wird geklönt, Strickanleitungen werden ausgetauscht und Ideen gesammelt – fast wie zu Hause im Wohnzimmer.

»Die meisten von uns bringen schon etwas Erfahrung mit, was aber kein Hindernis ist, noch weiter dazuzulernen«, so Nina Benger. »Und selbstverständlich sind auch Anfänger in unseren Reihen herzlich willkommen – gerne auch Männer!«
Heike Hofmeister, die seit ihrer Kindheit begeistert häkelt, will sich durch ihre Erkrankung nicht davon abhalten lassen. Und auch ihre Mitstreiterinnen geben kurz vor der Veranstaltung noch mal Vollgas. Der Verkaufstisch, der den Besuchern am 9. März präsentiert werden soll, ist bereits reich gedeckt: Mützen und Schals, Socken und Stulpen, Puppen, Broschen, Schlüsselanhänger, ja sogar Lesezeichnen werden aus dem flauschigen Material angeboten. Jetzt fehlen nur noch Gäste, die das Besondere zu schätzen wissen.

Generationentreffpunkt im Café Pause
Bodelschwinger Str. 35

Handarbeitstreff
14-tägig jeweils mittwochs, ab 17 Uhr
Nina Benger
Tel. (siehe PDF)

Selbsthilfegruppe ›Aufbruch‹
an jedem 2. Montag im Monat, 16–18 Uhr
Heike Hofmeister
Tel. (siehe PDF)

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