Stadtmagazin Castrop-Rauxel: Ratgeber

Junge Familien - Lebenstraum im Wandel

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In den kommenden Ausgaben will sich das Stadtmagazin regelmäßig dem Thema ›junge Familien‹ widmen – was zunächst einmal die Frage aufwirft, wer sich heutzutage eigentlich hinter diesem Begriff verbirgt. Schließlich ist die klassische Konstellation, bestehend aus Mutter, Vater und Kind, die wir Jahrzehnte lang als ›Familie‹ bezeichnet haben, längst um etliche Varianten reicher geworden: Von alleinerziehenden Müttern und Vätern über ›wilde Ehen‹ und gleichgeschlechtliche Paare bis hin zur Großfamilie im Patchworkstil gibt es in unserer modernen Gesellschaft fast nichts, was es nicht gibt. Seine Freunde kann man sich aussuchen, die Familie inzwischen auch – und, um es mit den Worten eines Berliner Politikers zu sagen, das ist auch gut so. Doch eines haben all diese vielen bunten Lebensgemeinschaften gemein: Sobald Nachwuchs ins Spiel kommt, verschieben sich die Prioritäten der Erwachsenen, stehen plötzlich ganz neue Aspekte im Mittelpunkt.

Die Geburt eines Kindes ist nicht nur ein kleines Wunder, sie bedeutet für alle Beteiligten auch jede Menge Verantwortung, ganz zu schweigen vom finanziellen Aufwand – Berechnungen von Experten zur Folge kostet der Spross bis zur Volljährigkeit in etwa so viel wie ein kleines Haus. Das klingt furchtbar unromantisch, und natürlich sollte die Entscheidung für ein Kind nicht vom Geldbeutel abhängen, andererseits will man dem oder der Kleinen nur das Beste bieten. Darüber hinaus müssen sich frisch gebackene Eltern von Schwangerschaft und Stillzeit bis hin zu Kindergarten und Einschulung unterschiedlichsten Herausforderungen stellen. Das fängt bei Ernährungs- und Erziehungsfragen an und hört bei der Betreuung und der Auswahl der passenden Schulform noch lange nicht auf. Besonders dann, wenn Erziehung und Beruf unter einen Hut gebracht werden müssen, können guter Rat und die freundliche Unterstützung durch Oma und Opa Gold wert sein. Allerdings hat sich das Selbstverständnis der Senioren von heute mindestens ebenso sehr verändert wie das der jungen Familien, und ständig als Babysitter parat zu stehen, gehört für viele nun mal, anders als vielleicht noch vor einigen Jahrzehnten, nicht zwangsläufig dazu.

Zum Glück gibt es hier in Castrop-Rauxel einige Möglichkeiten, den Nachwuchs flexibel und zuverlässig unterzubringen. Knirpse unter drei Jahren sind in der Krippe bzw. Kita gut aufgehoben. Hier lernen sie erstmals, sich in eine soziale Gemeinschaft einzufügen. Da Plätze rar gesät sind, empfiehlt es sich, so früh wie möglich nach einer passenden Einrichtung zu suchen – manche Eltern lassen ihr Kind sogar schon vor der Geburt auf eine Warteliste setzen. Die Versorgung mit Kindergartenplätzen ist dagegen bundesweit geregelt, nun ja, zumindest hat mit drei Jahren jeder Spross schon einmal einen Anspruch. Wie es in der Praxis aussieht, ist eventuell ein anderes Thema. Ab dem Grundschulalter erfreuen sich dann die offenen Ganztagsangebote einer wachsenden Beliebtheit.

In den kommenden Ausgaben möchten wir in loser Folge Einrichtungen, Initiativen und Vereine vorstellen, die sich für junge Familien stark machen und ihren Beitrag dazu leisten, dass der Lebenstraum Familie in unserer Stadt gelebt werden kann. Wir möchten aber auch Unternehmen präsentieren, die familienfreundliche Arbeitsplätze bieten. Hier ist auch – und das freut uns! – einiges im Umbruch. Last but not least möchten wir diejenigen vorstellen, um die es geht: Familien in Castrop-Rauxel. Vielleicht haben Sie ja auch Anregungen und Vorschläge, welche Themen wir besprechen, welche Vereine und Menschen wir vorstellen können. Sprechen Sie uns einfach an, per Mail oder per Telefon. Oder Sie kontaktieren uns bei Facebook.

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