Stadtmagazin Castrop-Rauxel: Kunst und Kultur

Friends!

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»Mitgrölen, mitklatschen und ausflippen«

Ein kleiner Kellerraum in Merk­linde. Schlagzeug, Keyboard, zwei Gitarren und jede Menge technisches Equipment quetschen sich auf geschätzt drei Quadratmetern. »Willkommen in unseren heiligen ›Hallen‹«, schmunzelt ›Friends‹-Frontmann Marwin. »Wenn wir hier unten mit mehreren proben, wird es ganz schön gemütlich.«

Aus zweien wurden drei bis sechs

Dabei waren sie ursprünglich nur zu zweit: Als professionelles Cover-Duo sind Marwin Schoenacker (Gesang, Keyboard) und Nils Hartmann (Drums) bereits seit vielen Jahren in Castrop-Rauxel und Umgebung unterwegs. Seit 2016 gehört Gitarrist Valentin Rocke zum festen ›Freundeskreis‹. Dazu gesellen sich – je nach Gelegenheit – auch immer mal wieder Gastmusiker mit auf die Bühne, wie etwa E-Gitarrist Moritz ›Moe‹ Unverhau, Sängerin Maria Schoenacker oder Saxophonist Réne Tempel.

»Eigentlich war mein Opa ›schuld‹ …«

Alles begann in der ersten Klasse. »Eigentlich war mein Opa ›schuld‹, er hat mir damals mein erstes Keyboard geschenkt«, berichtet Marwin Schoenacker. Der fleißigste sei er als kleiner Döz nicht gewesen. »Bis ich entdeckte, dass es viel cooler ist, nach Gehör Lieder zu spielen, die mir Spaß machen, als streng nach Notenbuch. Da habe ich dann plötzlich angefangen, mich dahinterzuklemmen.« Geübt wurde zu Hause, auf dem Zimmer oder im Keller, oft auch zusammen mit Schulfreund Nils, der zeitgleich das Schlagzeug für sich entdeckt hatte. Mit 14, 15 Jahren folgten erste Auftritte auf Geburtstagen, später dann Teilnahmen bei The Voice und DSDS, wo Stimmtalent Marwin es immerhin bis in die Hauptcastings schaffte.

Party garantiert!

Aktuell kommt man an den jungen Castrop-Rauxelern kaum noch vorbei: Ob in der Kirche oder beim Karneval, auf Hochzeiten und Kleingartenfesten, vor großem Publikum im Parkbad Süd oder bei einem spontanen Open-Air-Gig im Urlaub am Strand: Die Jungs spielen, wo man sie lässt. »Und das, obwohl ich inzwischen bei der Bundeswehr in Wilhelmshaven stationiert bin und am Wochenende sechs Stunden zur Bandprobe fahren muss«, erzählt Nils. Neben den großen Pop- und Rockhits stehen inzwischen auch einige eigene Songs auf der Setlist. Für Melodien und Texte ist Marwin verantwortlich. Der schreibt und singt am liebsten auf Deutsch. »Ich bin nun einmal mit Wolfgang Petry und Howard Carpendale aufgewachsen«, verrät er augenzwinkernd. »Heute gehören aber eher Künstler wie Johannes Oerding zu meinen Favoriten. Und natürlich spielen wir auch das ganze englische Zeug, bei dem Party garantiert ist. Ein Mix aus Songs, die wir selbst mögen und die gut beim Publikum ankommen, zum Mitgrölen, Mitklatschen und Ausflippen!«

»Musik bringt Menschen zusammen!«

Neben purer Unterhaltung haben die ›Friends‹ aber auch noch andere Ziele: »Wir wollen Musik wieder mehr in den Kulturbereich rücken: Früher gab es ›Top of the Pops‹ und die Hitparade. Heute wird nicht mal mehr der Echo im Ersten übertragen, und bei immer mehr Open-Air-Konzerten beschweren sich Anwohner über die Lautstärke. Dabei ist es doch gerade die Musik, die Menschen zusammenbringt! Egal, ob man aus Deutschland, Ghana oder den USA stammt: Wenn alle mitsingen, mittanzen oder vor Rührung Tränen in den Augen haben, dann hat man gewonnen!«

Live-Konzert

Wer die Jungs live sehen will, sollte das Sommerkonzert am 19. August ab 19.30 Uhr im Parkbad Süd nicht verpassen. Weitere Infos zur Band gibt es bei Facebook unter ›F-Friends‹. Warum das ›Doppel-F‹? Sucht man im Internet nach ›Friends‹, gelangt man zur amerikanischen Fernsehserie …

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