Stadtmagazin Castrop-Rauxel: Kulinarische Reise

Grillen mal anders

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Sommergenüsse mit Fisch und Frucht

Sommer, Sonne, Grillsaison: Sobald sich das schöne Wetter durchsetzt, duftet es in den Gärten wieder nach Würstchen und Holzkohle. Wir hören Radios dudeln, Bierflaschen ›aufploppen‹ und Steaks brutzeln. Herrlich! Das ist ein ganz anderes Lebensgefühl, und am liebsten würden wir von nun an jeden Abend in geselliger Runde auf Balkon oder Terrasse verbringen und an nichts anderes denken als an das nächste Nackenkotelett. Doch … so kann es natürlich nicht ewig weitergehen. Nach sechs oder acht Wochen der vergnügten Freiluft-Völlerei gelangen wir Frauen irgendwann an den Punkt, an dem wir das Tier satt haben. Bevor die überzeugten ›Fleischfresser‹ jetzt empört aufschreien: Das hat nichts mit Diätwahn oder einem plötzlichen Anfall von Öko-Bewusstsein zu tun – wir brauchen halt ab und zu etwas Abwechslung, wenn schon nicht beim Grillmeister, dann doch zumindest beim Grillgut. Warum also nicht mal Fleisch gegen Fisch tauschen oder statt des bewährten Kartoffelsalats von Oma ein neues Rezept ausprobieren? Die Abwechslung macht’s! Wir haben nach leckeren Alternativen gesucht – und diese gefunden!

Lachs im Alu-Schiffchen

2 Lachssteaks
2 Biolimetten
4 EL Olivenöl
Etwas Meersalz
2 Knoblauchzehen
ca. 1 Chilischote (je nach gewünschter Schärfe)
Frische Kräuter (z. B. 1 Bund Dill, Petersilie, Thymian, Rosmarin)
Alufolie

Eine Limette abreiben und auspressen. Aus dem Limettensaft und Abrieb, Öl und Salz eine Marinade herstellen und die Lachssteaks von beiden Seiten damit einreiben. 20 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen. Die Steaks auf je einem großen Stück Alufolie platzieren. Die andere Limette in Scheiben schneiden und diese auf den Fisch legen. Kräuter hacken, Chilischote in Ringe schneiden. Alles darüber streuen. Je eine geschälte Knoblauchzehe dazu legen. Die Folienschiffchen oben verschließen. Das ganze dann für ca. 20 Minuten auf den Grill, bis der Fisch blassrosa ist. Tipp: den Rost nicht direkt über der Glut einhängen, weil das zarte Fischfleisch dann schnell austrocknet.

Ingwer-Garnelen

500 Gramm Garnelen
(in der Schale, ohne Kopf)
100 Gramm Butter
1 Stück Ingwer
1 Knoblauchzehe
1 Bio-Limette
2 EL Fischsauce
1 Zweig Minze
Etwas Salz und Pfeffer
Holzspieße

Ingwer reiben, Knoblauch pressen. Limette abreiben und auspressen. Minze fein hacken. Die Butter in einem kleinen Topf zum Schmelzen bringen. Ingwer, Knoblauch und Limettenschale hinzufügen und alles für etwa zwei Minuten dünsten. Dann Fischsauce und Limettensaft unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Garnelen – vorher bitte nachschauen, dass der Darm entfernt ist – im Ganzen auf Holzstäbchen spießen und auf dem heißen Grill etwa vier Minuten rundherum garen. Dabei immer wieder mit Ingwerbutter bestreichen. Dazu schmeckt frisches Baguette.

Erdbeer-Gurken-Salsa

250 g Erdbeeren
1 Salatgurke
2 Frühlingszwiebeln
1 Chilischote
1 Hand voll frische Minze
3 EL Himbeeressig
1 EL hochwertiges Olivenöl
Etwas Salz und Pfeffer

Gurke würfeln, Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, Chilischote entkernen und fein stückeln. Minze hacken. Essig mit Pfeffer und Salz vermengen, mit dem Gemüse vermischen und kalt stellen. Kurz vor dem Servieren die Erdbeeren vierteln und unter die Salsa mengen.

Desserts

Süßes schließt den Magen, heißt es nicht ohne Grund. Auch beim Outdoor-Schmaus wollen wir nicht auf unseren geliebten Nachtisch verzichten. Ob fruchtig oder schokoladig, feinherb oder mit Schuss – unsere Dessert-Varianten für den Grill sind allesamt unkompliziert und schnell gemacht. Reife Früchte wie Apfel, Banane, Pfirsich, Melone oder Ananas werden auf dem Rost zu wahren Delikatessen und eignen sich übrigens ebenso hervorragend als Beilage zu gegrilltem Fisch. Durch die Hitze wird dem Obst Flüssigkeit entzogen, wodurch das Aroma noch intensiver hervortritt. Tipp: Wer die Schale dranlässt, verhindert gleichzeitig ein Austrocknen. Bei Beeren oder kleineren Früchten empfiehlt es sich, sie aufzuspießen. Marinaden oder Variationen mit Honig, Schokolade oder Marshmallows sorgen dafür, dass der Nachtisch nicht allzu gesund wird.

Gebackene Curry-Banane

1 reife Banane
2 EL Cointreau
Currypulver
Alternativ: Honig oder Nutella

Die Bananen ungeschält auf den Grillrost legen, bis sie schwarz wird und anfängt zu ›singen‹. Dann umdrehen und die andere Seite ebenfalls schwarz werden lassen (dauert ca. zwischen 15 und 25 Minuten). Die Schale mit der Messerspitze der Länge nach aufschlitzen beziehungsweise von der Schale nur einen Streifen entfernen, bis die Frucht sichtbar wird. Cointreau auf die Frucht träufeln und mit Curry bestreuen. (Alternativ schmeckt es auch mit Honig oder Nutella.) Die gebackene Banane direkt aus der Schale löffeln.
Tipp: Der Grill darf nicht zu heiß sein, sonst platzt die Schale auf und der Bananensaft läuft aus.

Erdbeer-Spieße mit Rosmarin

24 Erdbeeren
6 Zweige Rosmarin
1 EL Zucker
1 TL grüner Pfeffer (frisch gemahlen)
1 TL Butter
5 EL Cognac 40 %
3 EL Balsamico
4 EL Natives Olivenöl
4 Holzspieße

Balsamico, Olivenöl und Zucker vermengen. Zwei Rosmarinzweige entnadeln. Butter schmelzen, Rosmarinblättchen und Pfeffer kurz darin anbraten und mit Cognac ablöschen. Alles zu einer Marinade verrühren.
Den Sud über die geputzten Erdbeeren gießen und kurz einziehen lassen, dann die Früchte auf Holzstäbe spießen und diese für circa fünf Minuten grillen. Mit je einem Rosmarinzweig garnieren.
Süße Variante: abwechselnd Erdbeeren und Marshmallows aufspießen.

Bratapfel mit Marzipankeksfüllung

4 Äpfel (Boskop)
100 g Marzipanrohmasse
100 g Haferkekse
6 EL Amaretto
1/2 Zitrone
40 g Butter
Trockentuch
Alufolie

Haferkekse in ein sauberes Trockentuch einschlagen und zerbröseln. Kekskrümel mit Marzipanmasse und Amaretto vermischen.
Zitrone auspressen. Die Äpfel waschen, einen Deckel abschneiden, aushöhlen und mit Zitronensaft beträufeln. Marzipan-Keks-Masse einfüllen und die Deckel wieder aufsetzen. Je einen Apfel mit einem Stück Butter in Alufolie verpacken und rund zehn Minuten grillen.

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