Stadtmagazin Castrop-Rauxel: Kulinarische Reise

Salate!

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Grün, gesund und märchenhaft

›Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter‹. Schon im Märchen der Gebrüder Grimm wurde die verlockende Wirkung der grünen Gartengewächse beschworen. Und noch heute gelten sie als Inbegriff bewusster Ernährung. Besonders im Frühling überkommt uns die Lust auf einen leichten, knackigen Salatteller. Doch wie gesund ist das Grünzeug wirklich?

Salat macht glücklich – aber nicht dick

Befürworter loben den hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen. Kritiker bemängeln, Salat werde im Vergleich zu anderen Gemüsesorten maßlos überschätzt. Die Farbe Grün suggeriere Gesundheit, tatsächlich aber bestehe der Blätterkopf zu einem Großteil aus Wasser. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Eine Sache lässt sich indes nicht bestreiten: Salat macht glücklich – aber nicht dick! Wer die belebenden Blätter auf seinen Speiseplan setzt – am besten vor der Hauptmahlzeit – nimmt nämlich im Schnitt weniger Kalorien zu sich. Voraussetzung ist natürlich, auch mit dem Dressing sparsam umzugehen. Anstelle einer schweren Cocktailsauce empfiehlt sich eine frische Marinade auf Essig-Basis.

Je bunter desto besser!

Die Inhaltsstoffe variieren von Sorte zu Sorte. Der im Märchen so begehrte Feldsalat beispielsweise zählt zu den nährstoffreicheren Salatarten. Er enthält vergleichsweise viel Vitamin C, Beta-Carotin, Eisen und Folsäure. Trotzdem müsste man die grünen Köpfe wahrscheinlich kiloweise verspeisen, um einen spürbaren Effekt für die eigene Gesundheit zu erzielen. Ernährungsexperten raten daher zu einer Variation aus verschiedenen grünen Salat- sowie weiteren Gemüsesorten (z. B. Paprika, Möhren, Radieschen). Wer – frei nach dem Prinzip der chinesischen Ernährungslehre – von jeder Farbe etwas in die Schüssel gibt, lebt nicht nur lecker, sondern auch ausgeglichen.

Ein zartes Pflänzchen

Salat ist ein zartes Pflänzchen und er will auch so behandelt werden. Zu lange hingehalten, verliert er rasch an Aroma, seine Blätter welken, die Vitamine lösen sich ins Nichts auf. Aus diesem Grund ist Saisonware aus der Region den abgepackten Treibhaus- und Import-Salaten unbedingt vorzuziehen. Im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt der Salat nur wenige Tage frisch. Am besten kauft man ihn daher erst an dem Tag, an dem man ihn auch verzehren möchte.

Die Königin der Salate

Zurück zur Königin der Salate, dem ›Rapunzel‹: Dieses aromatische Kraut (welches übrigens aus der Familie der Baldriangewächse stammt) hat den klitzekleinen Nachteil, dass es Erde und Sand förmlich anzieht, weshalb man es gründlich putzen und in kaltem Wasser waschen muss. Die Blätter anschließend in einem Sieb abtropfen lassen und in der Salatschleuder bzw. mit einem Küchentuch vorsichtig aber gründlich trocknen – sonst bleibt das Dressing schlechter haften. Für die Mühe entlohnt uns der Feldsalat mit seinem herrlich nussigen Geschmack. Dazu passen geröstete Speckwürfel und Nüsse, frisch gehobelter Parmesankäse, aber auch fruchtige Begleiter wie Birnen, Orangen, Pfirsiche, Trauben, Granatapfelkerne oder Feigen.

Verschiedene Dressings

Mediterrane Momente

4 EL hochwertiges Olivenöl
4 EL Balsamico
1 Zehe Knoblauch (fein gehackt)
Basilikum, Rosmarin, Thymian (gehackt)
1 Prise Zucker
Meersalz und Pfeffer aus der Mühle

Süßer Sonnenaufgang

4 EL Orangensaft
4 EL Haselnussöl
1/2 TL geriebene Orangenschale
1 TL Honig
1 TL Dijonsenf
1 Msp. Cayennepfeffer
1 Msp. Zimt
Salz

Frischer Frühling

3 EL Kräuteressig
1 EL Öl
1/2 Becher Sahne
Frühlingszwiebeln, Dill, Schnittlauch (gehackt)
3 TL Zucker
1 Spritzer Limette
Salz und Pfeffer

Pink Lady

4 EL Himbeeressig
4 EL Walnussöl
1 TL Senf
1 TL Honig
Rosa Pfeffer
Salz

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