Stadtmagazin Castrop-Rauxel: Lehren und Lernen

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Ausbildungsort Rathaus

Kleine und mittelständische Unternehmen. Handwerk, Einzelhandel und Dienstleister. Gesundheitsbranche und Gastronomie. Es gibt viele interessante Ausbildungsorte in Castrop-Rauxel. Wie aber sieht es bei der Stadt selbst aus? Wer wird hier im Rathaus wie und in welcher Fachrichtung ausgebildet? Wir sprachen mit drei jungen Frauen, die es genau wissen. Jennifer Salloch absolviert eine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien und Informationsdienste, Alexandra Jauk zur Verwaltungsfachangestellten (Bereich Finanzen) und Manuela Borgers hat im vergangenen Jahr ihre Ausbildung zur Bauzeichnerin im Bereich Stadtplanung und Bauordnung abgeschlossen.

»Genau mein Gebiet!«
Wie kamen Sie auf die Idee, sich bei der Stadt zu bewerben, möchten wir wissen. »Das Rathaus ist für mich schon lange präsent«, erzählt Alexandra. »Für mich waren die vielen unterschiedlichen Bereiche interessant. Gerade diese Vielfalt war für mich ausschlaggebend.« Anders bei Jennifer: »Ehrlich gesagt habe ich vor zwei Jahren noch nicht mal ansatzweise mit dem Gedanken gespielt, eine Ausbildung bei der Stadt zu machen. Freundinnen und Freunde, die teils selbst im Rathaus arbeiten, meinten: ›Das ist wirklich toll. Bewirb dich doch mal!‹. Daraufhin habe ich mich auf der Homepage umgeschaut und war sofort interessiert. Vor allem die Ausbildungsbeschreibung der Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste hat mich begeistert. Die Mischung ›Menschen, Bücher und Medien‹ ist genau mein Gebiet. Schön ist auch, dass ich mich kreativ einbringen kann, zum Beispiel bei der Gestaltung von Flyern. Dazu kommt die Organisation von Veranstaltungen – insgesamt ist es ein richtig abwechslungsreiches Aufgabengebiet. Von daher habe ich mich total gefreut, dass ich als eine von vielen Bewerbern den Ausbildungsplatz bekam.« Bei Manuela war es wiederum ein ganz eigener Einstieg. »Es ergab sich einfach. Nachdem ich hier ein Schulpraktikum absolviert hatte, wurde in diesem Bereich eine Azubistelle eingerichtet. Das war natürlich großartig!«

Teamgeist
Unsere zweite Frage: Wurden Ihre Erwartungshaltungen erfüllt? Alexandra: »Ich habe versucht, völlig unvoreingenommen und offen zu sein und wollte mich überraschen lassen. Und ich habe mich auf Anhieb wohlgefühlt. Die Kollegen helfen, wo sie können, stehen zur Seite bei Fragen. Da fühlt man sich schnell dem Team zugehörig – egal wo. Als Verwaltungsfachangestellte bin ich ja in verschiedenen Bereichen tätig und lerne viele Facetten kennen. Und auch die Bereiche untereinander verstehen sich!« Manuela stimmt ihr zu: »Das ist wirklich etwas Besonderes hier: dieses große Spektrum an Kollegen, der Austausch, die gegenseitige Hilfe und das Miteinander. Es ist fast so wie in einer großen Familie.« Jennifer: »Bei mir ist die Situation ein wenig anders. Die Stadtbibliothek ist als Außenstelle logischerweise etwas abgeschnitten. Das finde ich schon etwas schade. Andererseits haben wir den Vorteil des kleinen Teams: übersichtlich und persönlich.«Einmal im Jahr hat sie dann aber doch die Möglichkeit, die anderen Auszubildenden näher kennenzulernen: Es wird regelmäßig ein Ausflugswochenende ange­boten, an dem Kontakte geknüpft und ausgebaut werden können.

›Auch ich muss im Bürgerbüro eine Marke ziehen!«
Wie verläuft der Start in den Arbeitsalltag? »Am ersten Tag werden alle Neuankömmlinge begrüßt und in Einführungsveranstaltungen mit dem Rathaus und den verschiedenen Stellen vertraut gemacht. Dann geht es eigentlich sofort rund. Mir hat besonders gut gefallen, dass wir sofort eingebunden wurden«, berichtet Alexandra. »Ich hatte zunächst die Befürchtung, ich dürfte die erste Zeit nur anderen bei der Arbeit zuschauen, aber das war überhaupt nicht so. Mir wurden gleich konkrete Aufgaben zugeteilt. Natürlich wurde ich dabei begleitet und die erfahrenen Kollegen haben mir beigestanden. Aber als sie sahen, dass es funktioniert, haben sie mich selbstständig arbeiten lassen – das war  großartig. Am Anfang fand ich es etwas komisch, von unseren Besuchern und Antragstellern als ›Bürger‹ zu sprechen. Aber es ist nun mal so. Wir sind nichts anderes als ein normaler Dienstleistungsbetrieb, nur dass unsere Kunden eben die Bürger sind«, erinnert sie sich lächelnd. »Bei uns heißen sie logischerweise ›Leser‹«, erklärt Jennifer mit einem Schmunzeln. »Wobei wir ja schließlich selbst Bürger sind: Auch ich muss eine Wartemarke ziehen, wenn ich privat im Bürgerbüro etwas erledigen muss.«

Übernahmequote mehr als 90 Prozent
So unterschiedlich die Ausbildungsberufe, die damit verbundenen Aufgabenstellungen und die sich daraus ergebenden Kontakte mit Kollegen, Bürgern, Lesern und Kunden sind – alle drei sind sich einig, ihren optimalen Ausbildungsort gefunden zu haben. Dabei spielt neben der Vielfalt und dem positiven Arbeitsklima nicht zuletzt auch die Sicherheit eine wichtige Rolle. Hier spricht die Übernahmequote von über 90 Prozent für sich. »Uns ist wichtig, den jungen Menschen eine gute Basis für ihre berufliche Zukunft zu schaffen«, betont Nicole Fulgenzi, Pressesprecherin der Stadt. »Aus diesem Grund werden in der Regel alle Auszubildenden nach ihrem Abschluss für ein Jahr fest übernommen. So können sie an Berufserfahrung gewinnen – eine wichtige Voraussetzung für ihren weiteren Weg. Prinzipiell ist die Stadt aber natürlich daran interessiert, die eigenen Auszubildenden dauerhaft zu halten. Schließlich wurden sie hier ausgebildet und haben damit das perfekte Rüstzeug für ihre Arbeit hier bei der Stadt.« Vorteile, die auch Jennifer, Alexandra und Manuela zu schätzen wissen. »Im Gegensatz zur freien Wirtschaft, wo Unternehmen leider auch schon einmal Insolvenz anmelden müssen, haben wir hier im Rathaus eine richtig gute Option«, erzählt Alexandra. »Das merken wir auch an der Reaktion im Freundes- und Bekanntenkreis: Wenn ich erzähle, wo ich arbeite, kommt eigentlich immer ein Daumen hoch.« »Und selbst wenn der ein oder andere kritische Spruch kommt – ob nun ernst oder humorvoll gemeint – so tangiert mich das eigentlich nicht«, so Manuela. »Ich denke dann nur: Sollen die mal hier eine Woche mitmachen, dann sehen sie, wie engagiert hier gearbeitet wird!«

Auszubildende aktuell
Erstes Lehrjahr
2 x Kaufmann/frau für Büromanagement
4 x Verwaltungsfachangestellte/r (davon zwei in Teilzeit)
2 x Stadtinspektorin

Zweites Lehrjahr
2 x Kaufmann/frau für Bürokommunikation
1 x Verwaltungsfachangestellte/r
1 x Fachangestellte/r Medien- und Infodienste
3 x Stadtinspektorin

Drittes Lehrjahr
3 x Kaufmann für Bürokommunikation
1 x Fachinformatiker/in Systemintegration
3 x Verwaltungsfachangestellte/r
2 x Stadtinspektoren

Ab August 2015
1 x Fachangestellte/r für Bäderbetriebe
1 x Fachangestellte/r für Medien- und Infodienste
2 x Kaufmann/frau für Büromanagement
3 x Verwaltungsfachangestellte/r
3 x Stadtinspektor/in

Interessiert an einer Ausbildung im Rathaus?
Auf der Homepage können unter der Rubrik ›Verwaltung‹ die aktuellen Stellenangebote eingesehen werden, demnächst auch die Ausbildungsplätze für 2016.
www.castrop-rauxel.de

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