KULTUR

Zur neu-gestalteten Stadtmagazin-Webseite
(seit 2010 erscheinen dort alle neuen Inhalte)

Eine große Wittener Künstlerin im kleinen Format
Ausstellung von Arbeiten der Medailleurin Hilde Broër im Märkischen Museum

Es gehört zum Schicksal vieler Künstler, dass nach dem Tode ihr Werk zunächst in Vergessenheit gerät und erst mit der späteren Würdigung durch Ausstellungen und Publikationen wieder in das Bewusstsein der künstlerisch interessierten Öffentlichkeit ge-rückt wird. Dies gilt leider auch für die Arbeiten von Hilde Broër. Dabei ist die am 2. Januar 1904 in Witten geborene Künstlerin eine Bildhauerin und Medailleurin von überregionaler künstlerischer Bedeutung.

Ihre Ausbildung hatte sie in Köln an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule als Keramikerin begonnen und in Berlin als Meisterschülerin des bedeutenden Bildhauers und Medailleurs Ludwig Gies (1887–1966) Mitte der 30er Jahre vollendet. Seit 1943 wirkte sie bis zu ihrem Tode (1987) in dem kleinen, kunstfreudigen Ort Kressbronn am Bodensee.

Erstmals werden Vielseitigkeit und Breite ihres Schaffens im Märkischen Museum ihrer Heimatstadt Witten aus Anlass des 101. Geburtstages vorgestellt. Die Ausstellung versucht, das in 60 Jahren gewachsene ideelle und formale Konzept zu entschlüsseln, die im plastischen Schaffen erkennbare künstlerische Entwicklung nachzuzeichnen, den Anteil der Bildhauerin und Medailleurin an der Entwicklung der Kunst ihrer Zeit zu benennen. Vor allem in den medaillenförmigen Kleinreliefs hat sie brennspiegelgleich den Kosmos in ,Weltminiaturen‘ gebannt und durch individuelle Symbolik Menschlichkeit und Universalität in einen immer wiederkehrenden Zyklus von Werden und Vergehen, Anfang und Ende, Tod und Auferstehung gestellt.

Artikel von S. 48 in Ausgabe 35 (01.2005)

zum Seitenanfang | Inhaltsverzeichnis | andere Stadt / Home | Impressum

Archivierte Beiträge
Rubrik: In der StadtKulturKulinarischesSport & Freizeit
Bauen & WohnenHeiteres & BesinnlichesWissenswertes