KULTUR

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Ralf Günter Lilienthal, geb. 1961 in Duisburg, verheiratet, 2 Kinder, Wohnort: bis vor wenigen Wochen Witten, jetzt Wetter;
Abitur; 7 Semester Philosophie, Slawistik und Geschichte an der RUB; Ausbildung zum Baumschulgärtner
Tätig seit 1986 als selbstständiger Garten- und Landschaftsbauunternehmer mit mehreren Mitarbeitern

Vom Lesen zum Schreiben
Autor Ralf Lilienthal

„So weit ich zurückdenken kann, waren Bücher meine Leidenschaft!“ Kiloweise hat schon der Grundschüler alles nach Hause geschleppt und verschlungen, was die Büchereien hergaben. Bis spät in die Nacht und wenn es sein musste auch heimlich unter der Bettdecke. Über die Liebe zu Büchern kam er zum Schreiben. Nach ersten Anfängen in der Schülerzeitung und einer langen Schreibpause, begann Ralf Lilienthal vor über zehn Jahren nebenberuflich als freier Journalist für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften zu arbeiten: Er schrieb Feuilletons für die ,Leipziger Volkszeitung‘ und die ,Gartenpraxis‘, Rezensionen für die ,Info 3‘, zuletzt auch Reportagen, Interviews und eine Vater-Kind-Kolumne für das Verlagsmagazin ,a tempo‘ (mit einer Teilausgabe auch im Kundenmagazin ,alverde‘ des Drogeriemarktes dm).

Seit zwei Jahren hat Ralf Lilienthal sein journalistisches Schreiben allmählich reduziert. „Irgendwann wurde mir klar: Wer Bücher schreiben will, muss Bücher schreiben und nicht Zeitungsartikel.“ Und das hat er dann auch getan. Vor zwei Jahren erschien mit ,Überall ist Garten‘ sein erstes Buch. Ein Gartenbuch, aber kein Buch für die Praxis des Gärtnerns. Die darin gesammelten Texte sind: ,Aus dem Staunen darüber entstanden, was alles Gärtnern sein kann. Sie wollen nicht belehren, nicht anleiten und nicht einmal erklären. Nur unterhalten und anregen. Feuilletons. Fallende Blätter, vom Wind in alle Himmel zerstreut.‘ (aus der Einleitung).

Siegfried Lenz schrieb über das Buch: „... variationsreiche Liebeserklärungen, Kenntnisreichtum, Streifzüge durch reales Märchenland ... . Finderglück erwartet den Leser.“

Mit ,Oskar und der Große Och‘ erschien in diesem Frühjahr Ralf Lilienthals erstes Kinderbuch (Lesealter ab 8 Jahren). Es ist die Geschichte der Freundschaft zwischen dem elfjährigen Oskar und dem ,Große Och‘, einem liebenswürdigen, magisch begabten Wesen. Zusammen er-leben die beiden eine Reihe von Abenteuern, die ebenso spannend wie humorvoll erzählt werden. Das Buch ist der erste Teil einer Trilogie, die im Frühjahr fortgesetzt wird.

Ralf Lilienthal: „Wenn alles so kommt wie geplant, wird es jeweils im Herbst und im Frühjahr ein weiteres Kinderbuch geben – ein paar Projekte sind bereits aus der Konzeptionsphase heraus.“

Wann findet der Gartenbauunternehmer eigentlich die Zeit für seine Bücher?

„Nachts! Ich gehe selten vor halb drei Uhr ins Bett.“

Wie hält man das durch, wenn der Wecker um halb sieben wieder klingelt?

„Wenn ich nicht tagsüber im Garten arbeiten würde, wären die Tanks wahrscheinlich schon längst leer. Auch das Schreiben selbst macht unglaublichen Spaß. Ich bin immer ganz gespannt, wie die begonnene Geschichte weitergehen wird!“

Nach seinen Zielen gefragt, antwortet Ralf Lilienthal: „Von der Schriftstellerei irgendwann einmal leben? Warum nicht. Natürlich gehören zu einem ,Bestseller‘ immer zwei, der Autor und sein Publikum (und der Verlag und die Kritiker). Aber wenn man gar nicht erst versucht, auf den Gipfel zu klettern, kommt man ganz bestimmt nicht dort oben an!“

Artikel von S. 51 in Ausgabe 33 (10.2004)

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