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Die Sommermädchen sind sich sicher: »Wir werden wieder Weltmeisterin!«

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›Wavin' Flag‹, ›Waka waka‹ oder ›Three lions on the shirt‹ – zu jeder Fußball-WM gehört eine Hymne! Das ist bei den Herren längst Gesetz und das soll jetzt auch bei der Frauenfußball-Weltmeisterschaft so sein. Während vor einigen Jahren hierfür sogar die komplette männliche Nationalelf vor das Mikrofon gezerrt wurde – wer erinnert sich nicht noch mit sentimentalem Schaudern an ›Fußball ist unser Leben‹ –, sind anlässlich der Frauen-WM 2011 immerhin zwei Sportlerinnen musikalisch aktiv.

Der Bochumer Rockmusikerin Dorette Gonschorek und ihrer Formation ›Sportrock‹ gelang es, Annike Krahn und Alexandra Popp für ihren Song ›Fußballsommer‹ zu gewinnen. Eine groovige Up-Tempo-Nummer, in der es natürlich vor allem um eines geht: »Um Frauenfußball, um die Freude daran, die WM – das großartigste Fußballevent – im eigenen Land zu haben!« Auf derart prominente Mitstreiterinnen können andere WM-Song-Aspirantinnen – die Sommermädchen – nicht bauen, sieht man mal von der Besetzung einer Statistenrolle im Musik-Video durch Stadtmagazin-Redakteurin Antje Dittrich ab. Ob deren Schal-Wedeln allerdings mit Annikes und Poppis Leistungsniveau mithalten kann, sei dahingestellt. 

»Wir werden wieder Weltmeisterin« – so heißt der fröhlich-freche und unbedingt fanmeilenkompatible Titel aus der Feder des Bochumer Musikkabarettisten Christian Hirdes, durch seine Auftritte in der Werk°Stadt vielen Wittenern kein unbekannter mehr. Dieses Mal steht er allerdings nicht selbst am Mikrofon, sondern überlässt das Feld den Sommermädchen. »Die Mädels sind zwar keine Profis, aber begeisterte Sängerinnen und Fußballfans. Es ist einfach toll, mit wie viel Überzeugung und Leidenschaft sie hinter dem Song und hinter der ganzen Sache stehen. Da passiert richtig was! Es wäre toll, wenn diese Begeisterung für Frauenfußball und die WM im eigenen Land auch auf andere Fans überschwappt. Und mein absoluter Traum: Wenn unsere Mannschaft den dritten Titel holt und dann bei der Siegerehrung im ausverkauften Stadion unter Lasergewitter und Goldregen meinen Song singt«, erzählt der Komponist und Comedian mit einem kleinen Augenzwinkern. 

Wer nun das Rennen um die Hymne macht, bleibt abzuwarten. Auch wenn zurzeit die Sommermädchen die Nase bei Youtube klar vorn und ebenso wie Sportrock bereits eine eigene Fangemeinde hinter sich haben, so gibt es da doch einige andere Mitbewerber, die sich Hoffnungen auf den Titel machen. Eines aber haben alle gemeinsam: Sie freuen sich auf ein Sommermärchen 2011 und stehen voll und ganz hinter unseren National-Elfen.

Artikel von S. 7 in Ausgabe 73 (5/2011)

Sportrock mit Annike Krahn und Alexandra Popp