Editorial 01.2011
Als ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.
Psalm 34,5
Wenn wir über das Leben nachdenken und zu einem Ergebnis kommen möchten, werden wir sehr schnell an unsere Grenzen stoßen. Wieso, warum, wozu, weshalb?
Oft gleiten wir Wochen, Monate oder auch Jahre durch ein relativ ruhiges Fahrwasser mit ein paar Höhen und Tiefen, es plätschert so vor sich hin. Doch gibt es Zeiten, Ereignisse, die einen emotionalen Tsunami auslösen. Wir finden uns selbst nicht wieder, wissend, dass wir das Boot nicht mehr steuern können. Nichts ist mehr wie es war. Das kann überaus positiv, aber ebenso negativ sein. Wenn beides zusammentrifft, bricht die vertraute Welt aus den Fugen.
Ein Ereignis unbändiger Freude, das größte vorstellbare Glück, es ist da und hat einen Namen. Liebe füllt das Herz bis an den Rand. Das Wunder zum Staunen und Anfassen. Emotionales Feuerwerk. Jubel ohne Ende. Tanz der Sterne. Der Himmel küsst die Erde. Halleluja.
Dann, zeitgleich, ein anderer Schauplatz.
Eine Nachricht, die man nicht glauben kann und will, alles wird infrage gestellt. Aufgeweichte Realität, die Normalität zur Farce werden lässt. Tränen des Schreckens und der Ohnmacht. Die Fratze des Bösen will den Himmel verdrängen.
Gutes und Schlimmes, Gesundes und Krankes, Schönes und Hässliches, Fröhliches und Trauriges, Wahrheit und Lüge. Kontraste in Konkurrenz. Wer trägt den Sieg davon?
Das Leben nimmt keine Rücksicht auf Gefühle, Wünsche. Knallhart und erbarmungslos. Nur das Leben lehrt uns zu leben. Und doch wissen wir nichts. Wir sind ihm ausgeliefert und können manchmal nur schwer damit umgehen.
Jeder Tag schlägt ein anderes Kapitel auf und stellt uns vor neue Herausforderungen. Wir wissen nicht in dieser Minute, was die nächste bringt. Wir können planen, was passiert, steht auf einem anderen Blatt.
Was bleibt, ist Hoffnung, immer wieder hoffen, positiv denken, die Prioritäten verschieben und für das Gute, das erhofft wird, schon im Vo-raus danken.
Ich wünsche Ihnen ein hoffnungsvolles Jahr 2011.
Herzlichst Ihr
Correctum-Verlag
E. Killing-Overhoff



