Vorgestellt
Ausbildung zum/zur Chemikant/in
Als Lukas Höffken, angehender Chemikant und Vorzeige-Schüler bei der Evonik Degussa GmbH, den Interviewraum betritt, trägt er Helm und Blaumann. Was die Redakteurin zu einem überraschten Stirnrunzeln veranlasst – jemanden, der tagtäglich an hochexplosiven Gemischen forscht, hat sie sich irgendwie anders vorgestellt …
Doch das Missverständnis wird schnell aufgeklärt. »Der mit dem weißen Kittel, das ist der Chemielaborant«, schmunzelt Lukas Höffken. »Wir Chemikanten sind zuständig für die Produktion und verbringen daher den geringsten Teil unserer Zeit im Labor. Natürlich müssen wir auch lernen, wie sich die Produkte zusammensetzen, Analysemethoden kennen lernen. Aber: Meistens findet man uns in den Produktionshallen an irgendwelchen Schiebern und Reglern.«
Im Geschäftsfeld Chemie ist Evonik in attraktiven Gebieten der Spezialchemie tätig und zählt zu den weltweit größten und bedeutendsten Unternehmen: »Bei mehr als 80 Prozent des Umsatzes verfügen wir bereits heute über führende Marktpositionen und bauen diesen Anteil gezielt aus.«
Das Wittener Werk hat sich auf die Herstellung von so genannten ›hoch- und niedermolekularen Polyestern‹ spezialisiert, zu deutsch: Lack- und Klebrohstoffe. »Diese sind nicht für den Endverbraucher gedacht, vielmehr handelt es sich um Zwischenprodukte für die Weiterverarbeitung in der Industrie«, erläutert Personalreferent Wolfgang Elles. Sein Lieblingsbeispiel: der Marmeladendeckel. »Unsere Zusätze verhindern, dass der Lack reißt.«
Der Standort Herne/Witten bietet jährlich zehn Ausbildungsplätze. Für 2011 werden schon jetzt passende Bewerber gesucht. Lukas Höffken hat vor seiner Ausbildung bereits vier Semester Chemie in Münster studiert. »Das ist sicher nicht hinderlich, aber auch keine Voraussetzung«, weiß er. »Ein guter Haupt- oder Realschulabschluss genügt.« Ihm gefällt, dass der Fokus bei Evonik auf der praktischen Anwendung liegt. Die Auszubildenden durchlaufen alle relevanten Abteilungen des Werks. Dabei stehen der verantwortliche Umgang mit Chemikalien und die Einhaltung von Sicherheits- und Umweltvorschriften an erster Stelle. Als Vorbereitung auf die Großtechnik werden Flüssigkeiten zunächst im kleinen ›Labormaßstab‹ von 3 Liter, später bis 50 Liter hergestellt. »Weil uns die räumlichen Möglichkeiten fehlen, finden diese Maßnahmen in Herne bei der Sasol Germany GmbH statt, mit der wir einen Ausbildungsverbund haben«, so Wolfgang Elles.
Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung stehen den jungen Absolventinnen und Absolventen alle Türen offen: So ist es möglich, berufsbegleitende Zusatzzertifikate z.B. in technischem Englisch zu erwerben oder eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Chemotechniker anzuschließen. Auch ein Studium in Verfahrenstechnik (Bachelor of Engeneering) kann – in Vollzeit oder berufsbegleitend – angehängt werden. »Doch erst einmal muss ich meinen Facharbeiterbrief in der Tasche haben«, so Lukas Höffken. Dazu fehlt nicht mehr viel: Aktuell befindet sich der 24-Jährige mitten in der (vorgezogenen) Prüfungsphase. Als erstklassiger Schüler nutzt er die Möglichkeit, seine Abschlussprüfung bereits nach drei anstatt dreieinhalb Jahren zu absolvieren.
»Wichtig sind gute Mathe-Kenntnisse«, erzählt er und rät künftigen Bewerbern: »Man sollte die Formeln nicht nur beherrschen, sondern sie auch verstehen. Wenn ich den Rohrdurchmesser verenge, hat das ganz konkrete Auswirkung auf den Druck … Aber das lernt ihr alles in der Ausbildung!«
Fragen zum Stellenangebot bitte an:
Evonik Degussa GmbH
Standort Herne/Witten
Judith Müller
Herzogstraße 28 · 44651 Herne
Tel. 0 23 25 / 68-31 25
Online-Bewerbungen möglich:
www.evonik.de/schueler





