Editorial

Editorial 03.2010

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Erika Killing-Overhoff Verlagsleitung und Antje Dittrich stellv. Verlagsltg.

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Was der Mensch sät, das wird er ernten.
Gal 6,7

Frühling!!! Lang ersehnt, heiß ersehnt!!! Ob der Winter ganz aufgegeben hat? Reichlich Spuren hat er hinterlassen. Schlaglöcher soweit das Auge reicht. Ein kleiner Ort in Thüringen will seine Schlaglöcher zum Kauf anbieten, auch nicht schlecht. Ich denke da eher über eine Schlaglochpatenschaft nach. Das wär’s doch: Die Paten hegen und pflegen die jeweilige Frostbeule, wobei der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Jetzt, vor Ostern, bietet sich eine Eier-Such-Aktion geradezu an. Hier und da würde auch ein Primelchen das Straßenbild ganz nett aufhübschen. Zum Sommer hin könnten kleine Fußwaschungen oder sonstige Erfrischungen angeboten werden, so denn die gewissenhaften Paten bereit sind, den erforderlichen Wasserstand nicht aus dem Blick zu verlieren. Im Herbst wäre dann die Entsorgung der vertrockneten Blätter geregelt und vor Weihnachten könnte ein wenig Teer mit reichlich Glitter angerührt die festliche Stimmung nicht unerheblich erhöhen, wobei dann pünktlich zum nächsten Frühjahr sich die Löcher wieder in voller Pracht darstellen – und dann geht’s halt wieder los! Neverending story. Das kreativste, das schönste, das auffallendste Schlagloch wird im Laufe des Jahres prämiert und so kommen Schlaglochking oder -queen ganz nebenbei auch noch zu hohen Ehren.

(Falls sich mehr Paten melden als Schlaglöcher vorhanden sind – kaum vorstellbar – dann wäre ein Casting nicht schlecht. WSDS – Witten sucht den Superschlaglochpaten.)

Sie argumentieren jetzt, dass dieses Procedere dem fließenden Autoverkehr nicht so ganz zuträglich wäre? Zugegeben, nicht schnell, dafür lustig. (Elchtest für jedefrau und jedermann...)

Ansonsten geht es Ihnen gut? Ich hoffe sehr, dass Sie heil durch die verschneite (und vermatschte) Zeit gekommen sind. Jetzt heißt es: tief durchatmen, ganz tief und den Frühlingsduft, diesen ganz besonderen Verführer, inhalieren, genießen und dem Staunen und der Fröhlichkeit viel Platz einräumen. Lenken Sie Ihre Gedanken behutsam, aber stringent in die positive Richtung, dann läuft alles etwas geschmeidiger. (S. hierzu auch Zitat aus der Bibel.)
Mit einem schönen Tulpenstrauß auf dem Tisch und etwas Vogelgezwitscher im Ohr sieht die Welt gleich wieder ganz anders aus. Winterdepression adé, willkommen Sonnenstrahl, Wärme, Knospen und Blumen, Wachstum und Neuanfang.

In diesem Sinne – genießen Sie die Zeit!
Herzlichst Ihr

Correctum-Verlag
E. Killing-Overhoff

Artikel von S. 3 in Ausgabe 66 (3/2010)