Leben im Alter

Iserlohner Aktionswochen Demenz 2010

Leben mit dem Vergessen

Foto(s) zum Artikel

Leben mit dem Vergessen

Bitte das Foto anklicken

In unserer Zeit ist Demenz schon fast so etwas wie eine Volkskrankheit. Immer mehr Menschen leiden im höheren Alter unter einem demenziellen Syndrom. Allein in Iserlohn leben schätzungsweise 1400 bis 1500 Patienten, die zum größten Teil von ihren Angehörigen betreut und gepflegt werden – oft bis an die Grenzen der Belastbarkeit.

Experten wissen: Eine Demenzerkrankung stellt nicht nur die Betroffenen, sondern auch ihre Familien vor große Herausforderungen und sorgt für einschneidende Veränderungen im Alltag. Um sich auf die Situation einstellen zu können, sind eine Vielzahl von Informationen über das Krankheitsbild und den Verlauf der Erkrankung sowie eine kompetente Beratung über den Umgang mit Demenzkranken erforderlich. Denn auch wenn es derzeit noch keine Heilungsmöglichkeiten gibt, kann durch medizinische Behandlung, soziale Betreuung und fachkundige Pflege viel getan werden. Hier setzen die ›Iserlohner Aktionswochen Demenz 2010‹ an, die noch bis November an verschiedenen Veranstaltungsorten stattfinden.
Koordiniert durch die Stadt Iserlohn und mit Unterstützung des Märkischen Kreises und dem Demenz-Servicezentrum NRW Region Dortmund haben sich die Träger verschiedener Organisationen und Institutionen in einem Demenznetzwerk (als Teil des Initiativkreises ›Senioren in der Stadt 2020‹) zusammengefunden. Ziel ist es, das Thema in Iserlohn bekannter zu machen und die Lebensqualität Demenzkranker sowie ihrer Angehörigen nachhaltig zu verbessern. Eine gute Gelegenheit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, bieten die Aktionswochen, die mit einem vielschichtigen Programm aufwarten: Fachvorträge, Schnuppernachmittage, Gesprächskreise, aber auch Ausstellungen, Theateraufführungen, Lesungen bis hin zum Seniorenkino. Betroffene sind herzlich eingeladen, sich über Hilfsmöglichkeiten zu informieren oder einfach nur Erfahrungsaustausch zu betreiben!

Frank Finkeldei
Seniorenbeauftragter, Stadt Iserlohn
Tel. 0 23 71 / 217-20 87

Artikel von S. 6 in Ausgabe 13 (9/2010)