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100 Jahre Ski-Klub-Sauerland Iserlohn e.V.
Lust auf Ski
Strahlend blauer Himmel, klare Bergluft, eine unberührte Tiefschneepiste im Blick – so beschrieb Knut Fischer, Präsident des Ski-Klubs Sauerland Iserlohn (SKS), den perfekten Beginn eines wunderschönen Skitages.
Alle Gäste auf dem Empfang zum 100-jährigen Jubiläum im Silbersaal der Schauburg konnten dies bestens nachvollziehen. 1910 gründete sich der SKS – selbst zwei Weltkriege konnten weder Wachstum noch die Entwicklung zu einem der größten Skivereine in Westdeutschland verhindern.
Die Anfänge des Klubs lagen in der Pionierzeit des schneeweißen Sports, einer Aera, da die Bewegung auf den schmalen Brettern eher der High Society vorbehalten war. Ganz anders Dr. Friedrich Kirchhoff, Mitbegründer des SKS. Schon als junger Bursche war er vom Virus infiziert. Was kann da schöner sein, als in München zu studieren, gerade mal einen Katzensprung entfernt von Bergen, Hügeln und Schnee? Hier hatte er damals am Arlberg bei einem Skiausflug eine nachhaltige Begegnung. Er traf eine Gruppe Norweger, unter ihnen übrigens der berühmte Polarforscher Fridtjof Nansen. Für die Skandinavier war der Sport auf den schmalen Brettern längst Volkssport, sie hatten das Skilaufen schon perfektioniert, beherrschten natürlich auch die damals angesagten Schwungtechniken wie Telemark und den Christiania – im Gegensatz zum Großteil der Iserlohner ›Flachlandtiroler‹.
Dr. Jochen Kirchhoff, der Sohn Dr. Kirchhoffs, erinnerte in seiner Rede nicht nur an die sportlichen Herausforderungen der Ski-Pioniere, sondern auch an die romantischen Hüttenabende, die bis heute nichts an ihrem Reiz verloren haben.
Im Laufe der Jahrzehnte hat sich natürlich auch die Ausrüstung entwickelt. Die Eschenbretter von damals wurden von Stahlskiern und heute von Skiern aus Hightech-Material abgelöst. Skigelaufen wurde natürlich nicht nur in den Alpen, sondern auch im nahegelegenen Sauerland und ab und an sogar die Danzturmwiese zum Tummelplatz für die Ski-Klub-Mitglieder.
Durch alle Jahrzehnte standen Sportlichkeit, kameradschaftliches Verhalten und die soziale Verantwortung des Vereins sowie die Förderung der Jugend im Vordergrund des Wirkens und Schaffens des Klubs. Dies und die professionelle Führung des SKS würdigten die Gratulanten, Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens und wsv-Präsident Matthias Birkenholz.
Als besonderes Jubiläumsgeschenk durfte der Klub in diesem Jahr das Weltcup-Finale im Inline Alpin Slalom ausrichten. »Wir folgen der Spur im Schnee, die unsere Gründungsväter gezogen haben«, resümierte Knut Fischer, »und blicken sorgenfrei und mit großer Zuversicht in die Zukunft unseres Vereins.«
Eine bemerkenswerte Rede, geschrieben von Florian Fischer (10 J.) und vorgetragen von Till Fischer (7 J.) zum Neujahrsempfang 2001.
»Guten Tag meine Damen und Herren,
ich begrüße sie zum Neujahrsempfang des Ski-Klub Iserlohn. Ich wurde beauftragt eine Rede zu halten. Das Thema: Was finde ich gut am Ski-Klub und was finde ich schlecht! Dann mal los!
Ich finde gut, dass wir öfters bei Timo Fußball spielen. (…) Inliner fahren macht mir auch viel Spaß. Am liebsten fahr ich mit dem Ski-Klub nach Sölden (…). Im Ski-Klub macht mir eigentlich fast alles Spaß.
Doof am Ski-Klub ist, dass die kleinen Kinder in Sölden immer so früh ins Bett müssen. (…) Die Grünkohlwanderung finde ich auch zu lang und der Grünkohl schmeckt mir auch nicht. Das war meine Rede! Danke!«
An dieser Stelle kann versichert werden, dass die jüngeren Skifahrer weiterhin früh ins Bett müssen, der Wanderwart für die Kleineren Grünkohlwanderer als Ausweichmahlzeit jedoch ›Wiener Schnitzel‹ organisiert hat!
Ski-Klub Sauerland Iserlohn e.V.
www.skiklub-iserlohn.de




