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| oben: Jury »Ein Lied für Witten«: Michael Eckelt, Paul Minor, Wolf Codera und Ingo Ernst Reihl (v.l.)
mitte: Froggis, Glockenspiele, Tri- und Pentangeln
unten: 1. Probenbesprechung: (v. lks.) Regisseur Till Stauffer, James Tolksdorf, Paola Tedde, H.-U. Ender (Sprechchor), Angela Bockemühl
Plakatgestaltung: Marion Körner
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Musik verbindet AufTakt zum Handel(n)
Unter diesem Titel rollt auf Wittens Bürger eine ganze Lawine klingender Aktionen und Veranstaltungen zu.
Die Stadtmarketing GmbH, die Musikschule und das Institut für Waldorfpädagogik haben gemeinsam ein Projekt im Rahmen der City-Offensive NRW »Ab in die Mitte!« auf den Weg gebracht. Die Termine stehen, und das schillernde Musikfest als freudiger Ausdruck städtischen Lebens nimmt konkrete Formen an.
»Ein Lied für Witten«
...will emotionale Bindungen zur Stadt an der Ruhr stärken. Etwa 40 Kompositionen vom Kinderlied über Popsong und Dixieland bis zur feierlichen Hymne haben musikbegeisterte Wittener zum Wettbewerb eingereicht. Gerade einmal 10 Jahre alt ist der Jüngste. Michael Eckelt, Leiter der städtischen Musikschule, hat mit Universitätsmusikdirektor Ingo Ernst Reihl, Saxofonist Wolf Codera und seinem Kollegen Paul Minor aus Ennepetal bereits eine fachkompetente Jury zusammengerufen. Um alle Einsendungen zu würdigen, bedarf es aber noch etwas Zeit. Am 9. September wird dann das Siegerlied vorgestellt. Aus Landesmitteln winken sogar Preisgelder.
Tafelmusik
Erstmals öffentlich in Erscheinung tritt die Aktion am 29. Juli. Bekommen die Wittener doch Gelegenheit, mit Kind und Kegel, Tisch und Stühlen, Kaffee und Kuchen die Bahnhofstraße zu bevölkern. Die ersten hundert Meter Tische werden gestellt, Gastronomen und Geschäftsleute bieten Kulinarisches und Getränke für vorbestellende Gäste und treue Kunden. Doch jeder, der sich Kartoffelsalat, »Bütterchen« oder sonstige Leckereien und die dazu gehörigen Flüssigkeiten mitbringt, ist eingeladen. Sollten Sie so gar keine Zeit zur Vorbereitung haben, dann werden die Bierstände und zwei Gastronomen darum bemüht sein, dass es Ihnen trotzdem gut gehen wird.
Der Verkehrsverein sorgt für Dekoration und stimmungsvolles Begleitprogramm. Ungarisch-wienerische Tafelmusik erklingt, Zauberer und Stelzenläufer, Sambatrommler, Jazzer und eine Marching-Band sind engagiert. Höhepunkte des Abends: Feuerspucker und ein Musikfeuerwerk!
...und vieles mehr
Auch die Wittener Geschäftsleute wollen zum Gelingen dieses Musiksommers beitragen. So wird es in Finnegan’s Irish Pub das 1. Wittener Folk-Festival geben. Quartierfeste im Johannisviertel mit Dixieland, auf der unteren Bahnhofstraße mit heißem Samba und kaltem Eis und schließlich auch das ›Fest am Baum‹ an der Hauptstraße sorgen für Vielfalt.
Wittens Orchester, Gesangs- und Musikvereine treffen am 9. September zusammen. Bei der Musikbegegnung auf dem Rathausplatz wollen über 1.000 Mitwirkende einander kennen lernen, gemeinsam musizieren. Mit einem Augenzwinkern wird sich Herbert Feuerstein als Dirigent des Riesenorchesters in luftige Höhe heben lassen. Vor dem Konzert beginnt um 14.00 Uhr die öffentliche Probe. Alle sind zum Mitmachen eingeladen. Neben der Ode an die Freude und dem Steigerlied soll auch Mozarts deftiges Nachtliedchen »Bona Nox!« einstudiert werden. Noten und Texte gibt es bei der Musik-schule im Haus Witten. Danach musizieren Sänger und Posaunenchöre, Streicher- und Bläserklassen auf Wittens Straßen und Plätzen. Die Damen der Steel-Band »Pans’n Roses« aus Dortmund führen den Umzug zum multikulturellen »Fest 113« in der Werk·Stadt an. Als Stadtmusiktage wünschen sich die Organisatoren alljährlich ein solches Musikfest unter freiem Himmel.
Den Jüngsten gewidmet ist Rolf Zuckowskis Kindermusical »Der kleine Tag.« Martin Martmöller von der Musikschule studiert es mit all seinen Chören aus Wittens Grundschulen ein; Nicole Menger-Goltz leitet die Theatergruppe der Durchholzer Grundschule. Mit Band und Solisten aus Hattingen und Witten wird es zwei Aufführungen im Saalbau geben.
Ein Konzert der Jungen Bläser-Philharmonie NRW im Saalbau nimmt Eckelt zum Anlass, die Gründung eines Symphonischen Blasorchesters in Witten anzukündigen. Diesen nachhaltigen Effekt verdankt die Stadt der fördernden Initiative von Rotary.
Mit einem wichtigen Gast aus dem antiken Griechenland hat sich bereits die Wittener Jugend beschäftigt: Orpheus. Noch bevor er selbst kommt, suchten die Kinder seine Bäume im Fotowettbewerb, durften Jugendliche einen eigenen Schluss für die neu erdachte, auf die Bergbautradition des Ruhrgebiets bezogene Fassung der Geschichte um den Sänger und seine Eurydike im Schreibwettbewerb zu Papier bringen. Einsendeschluss für beide ist der 31. Juli. Die besten Bilder werden ausgestellt, die schönsten Geschichten vor Publikum gelesen.
Eifrig basteln dürfen die Kinder für seinen großen Auftritt. Bis zum 19. September werden, angeleitet von den Mitarbeitern der Instrumentenbau-Werkstatt Klangwege e.V. und einer Rhythmik-Pädagogin, etwa 150 Froggis, Trommeln und andere Instrumente gebaut, die beim Opernfest des Barden erklingen sollen. Zu hören ist diese »Musik an unüblichen Orten« in der Bonhoefferstraße 19.
Auf Zeche Nachtigall wird »Orpheus im Schacht« schließlich an unüblichem Ort seine Eurydike den Stollenmündern der Unterwelt entreißen. VHS-Orchester, Wittener Mandolinen- und Gitarrenorchester sowie Sprech- und Gesangschöre wirken mit. Regie bei der neuen, oftmals überraschenden Oper von Martin Tobiassen (Text und Musik) führt Till Stauffer. Hauptdarsteller sind Paola Tedde (Sopran), James Tolksdorf (Bariton) sowie die Schauspieler Angela Bockemühl und Reinhard Schulte.
Am folgenden Abend lassen sich die Hauptpersonen feiern. »Eurydike in der Mitte« lädt zum Fest auf dem Rat-hausplatz. Die Rhein-Ruhr-Philharmonie unter UMD Reihl präsentiert Orpheus’ Musik, Tanzgruppen mit Ballett, Eurythmie, Jazz- und Square-dance, bringen Bewegung in die Stadt. Und das ist noch nicht das Ende des AufTakt-Programms! masc
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