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oben: Vorweihnachtliche Stimmung
bei der Apotheke Streich
mitte: Beim Bauern Voerste gibt’s den Glühwein gleich im Schafstall.
unten: Im Garten der Familie Eschner findet
traditionsgemäß am 1. Advent
die Eröffnungsfeier statt. |
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Heidemarie Maurer
(Organisation und Koordination)
Lorenzstr. 14 · Lünen-Brambauer
Tel. 02 31 / 1 65 60 92
Infos zu den Gastgebern entnehmen Sie u.a. dem Schaukasten der
Martin Luther Kirche |
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›Ein Fenster im Advent‹
Wenn aus Fremden Freunde werden
›Fensterln‹, eine heutzutage wohl eher seltene, aber dennoch klassische Form der Liebeserklärung und Kontaktaufnahme. Und wenn sich im Monat Dezember, an genau 24 Tagen, vor Brambauers Fenstern Menschen zusammenfinden, dann geht’s auch hier um eine Art Liebeserklärung: an den Ort und seine Bewohner.
›Ein Fenster im Advent‹, so lautet die Aktion, die Heidemarie Maurer im Jahr 2005 in Kooperation mit der evangelischen Gemeinde Brambauer ins Leben gerufen hat. »Im Jahr zuvor saßen wir mit Freunden zusammen und hatten das Gefühl, in Brambauer muss mal was passieren.« Gesagt, getan es entstand die Idee zu dieser besonderen Art des vorweihnachtlichen Fensterlns. Unterstützt wird sie dabei von Friedhelm Escher (72) und Horst Dietmar (72), die von Beginn an die adventlichen Begegnungen dokumentiert, fotografiert und in dicken Fotoalben festgehalten haben.
Doch um was geht es eigentlich? Vom 1. bis 24. Dezember empfängt täglich eine Brambauer Familie oder ein Geschäft all jene Gäste, die gern gemeinsam mit anderen die adventliche Stimmung teilen möchten und einige Minuten der Stille, der Besinnung, der Freude und Erwartung auf den Geburtstag Christi gemeinschaftlich erleben möchten abseits von Alltagstrubel und Einkaufshektik. »Dazu brauchen wir 24 Gastgeber, Privatleute oder auch Geschäfte, die ihr Fenster schmücken und ab 18.00 Uhr für etwa 30 Minuten ihre Gäste empfangen: vor der Tür, auf der Straße, im Garten oder der Garage«, erklärt die Initiatorin. Dann wird gesungen, gegessen und getrunken und es werden weihnachtliche Geschichten und Gedichte vorgelesen.
Willkommen sind Menschen aller Kulturen und Religionen, die Lust haben, ein wenig Zeit miteinander zu verbringen. »Was die Gastgeber kredenzen, ist ihnen selbst überlassen. Gebäck und Tee sind fast immer dabei, manche backen aber auch Waffeln, bieten Glühwein an oder grillen sogar auf der Straße Bratwürste«, ergänzt Friedhelm Eschner. In seinem ›chinesischen Wassergarten‹ findet traditionell am 1. Advent die Eröffnungsveranstaltung statt christliche Tradition in fernöstlicher Atmosphäre. Der Rentner erzählt voller Begeisterung von seinem Fest, das er selbst schon seit 1968 für Freunde, Nachbarn und Bekannte in seinem Garten durchführt. Doch seit der Kooperation mit der Gemeinde steht die Sache unter einem kirchlichen Stern, denn wenn möglich sind auch Pfarrer Horst Prenzel oder Pfarrerin Friederike Scholz-Druba mit von der Partie. »Wir haben ein klares Programm: Begrüßung, Eröffnungsmelodie, dann Glockengeläut und schließlich werden 12 hohe Fackeln angezündet, als Symbol für die 12 Apostel«, beschreibt Friedhelm Eschner das Procedere, wie es seit vielen Jahren unverändert stattfindet. Und wer einen weihnachtlichen Bratapfel genießen möchte, der sollte sich zu Heidemarie Maurer in den Vorgarten gesellen. Bis zu 30 Menschen besuchten in den letzten Jahren die kleinen, abendlichen Gemeinschaften, je nach Wind und Wetter. »Es ist einfach eine wunderbare Tradition, man kommt mit vielen Menschen in Kontakt, mit denen man zuvor nichts zu tun hatte. So ist das Leben in den Straßen Brambauers gleich etwas weniger anonym«, findet Horst Dietmar, und Heidemarie Maurer ergänzt: »Genau, und aus manchen Begegnungen werden sogar Freundschaften.«
cvo
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