SPORT UND FREIZEIT

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Dackel- und Hundefreunde
Lünen und Umgebung e.V.
Siegmund Boenki, 1. Vorsitzender:
01 78 / 1 67 40 90
Susan Behenna, Basisausbilderin:
01 77 / 3 32 84 15
www.dhfev.de

Termine
9. September: Tag der offenen Tür
Zum Holzplatz · Lünen
3. Oktober: Vereinsmeisterschaft

Geschichten von Sam und Co...
Dackel- und Hundefreunde Lünen und Umgebung e.V.

Wie ein Wirbelwind fegt Schäferhund-Münsterländermischling Sam über die Hürden. Das goldige Fell fliegt nur so im Wind, die Ohren wackeln. Kaum hat er eine geschafft, geht sein Blick erwartungsvoll in Frauchens Richtung, ganz so als wolle er sagen: »Hei, und was kommt jetzt?« Doch die Sonne brennt, und nicht jeder Vierbeiner trotzt Wind und Wetter, wenn es ums Spiel geht. Feierabend. Sam ist müde. Kein Wunder, denn die Thermometeer zeigt gut 30° C und er hat hart »gearbeitet«. Aber Sam ist zufrieden: Die Arbeit hat ihm Spaß gemacht.
Wir befinden uns auf dem Gelände der Dackel- und Hundefreunde in Lünen. Wegen der Hitze ist heute weniger los als sonst: Mai, der junge Golden Retriever Cleo und Sam, der große, nougatbraune Mischling, der als Welpe aus Spanien nach Deutschland kam, haben den Platz für sich. Weiter hinten auf der Wiese ist ein Parcours aufgebaut. Geräte zum drüber-, drunter- und hindurchgehen, und das auch gerne mit Energie und Vollgas.

Um Leistung geht es dabei jedoch nicht in dieser »Turniergruppe«. Jeder macht, so wie er kann. Die Hauptsache ist, Hund und Frauchen haben eine gute Zeit miteinander. Und das sieht man ihnen an: »Die Hunde sollen Spaß haben, sich austoben können«, so Elke Steffanski, Sams Besitzerin.

Eines gilt für Menschen und Hunde gleichermaßen: Ein vernünftiges Training hält sie alle fit. Und laufen müssen die Zweibeiner auch, denn bei vielen Übungen marschieren Frauchen und Herrchen neben dem Parcours. Manchmal fällt es dann schwer zu entscheiden, wer mit mehr Elan die Hürde genommen hat. Zum Beispiel Cleo, das »verrückte Huhn« der Truppe. Cleo lernt wahnsinnig schnell, klaut gerne Würstchen oder jagt Enten durch den Kanal – allerdings ohne Erfolg. Das erfahren wir von der zwölf- jährigen Franziska, die sichtlich stolz ist auf ihren Hund. »Gerade für Kinder ist der richtig gelernte Umgang mit dem Hund sehr wichtig«, erklärt Trainerin Susan Behenna. Sie lernen ihren Hund kennen, erfahren etwas über sein natürliches Wesen und sein Verhalten. »Das primäre Ziel ist es, den Hund und seinen Besitzer fit zu machen für ein gefahrloses und unkompliziertes Verhalten gerade auch in alltäglichen Situationen, beim Kontakt zu anderen Hunden oder Menschen, im Straßenverkehr, im Bus oder im Restaurant«, erfahren wir von der Basisausbilderin.
Und Rosmarie Tappe, die vor vier Jahren durch eine Welpenschule auf den Verein aufmerksam wurde, fügt hinzu: »Bewegung und Abwechslung sind wichtig, damit mein Hund ausgeglichen und umgänglich ist.«

»Wir beurteilen den Charakter des Hundes, nicht seine Rasse oder seinen Stammbaum«, so Behenna. Sie ist unter anderem für die Koordination des Trainings zuständig. Durch Nachbarn auf den Verein aufmerksam geworden, hat sie ihr Hobby zum – ehrenamtlichen – Beruf gemacht. Kein leichter Job, einer einjährigen Testzeit als »Mitläuferin« folgten Seminare und Fortbildungen. Heute erhält sie Unterstützung durch Ausbilder Roland König.
»Wir haben drei Methoden«, so Behenna, »Konsequenz, Leckerchen und Loben.« Ziel ist, dass die Motivation des Hundes langfristig allein durch Stimme und Körpersprache bewirkt wird, wohingegen Belohnung durch Leckereien langsam abgebaut werden soll. Um das zu erreichen, ist es wichtig, den jeweiligen Charakter des Hundes einschätzen zu lernen, auf ihn einzugehen. Denn: Jeder Hund ist anders. Es gibt Selbstbewusste, Schüchterne, Freche – man kennt das ja vom Menschen. Überhaupt haben die Vierbeiner einiges mit uns gemein. Wo viele aufeinander treffen, kommt es auch schon mal zu Stress. Dennoch oder gerade deshalb sollten Sozialkontakte zwischen den Tieren aufgebaut und gepflegt werden. Der Hundeplatz bietet dafür die ideale Möglichkeit. In kleinen Gruppen lernen die Hunde Grundkommandos, Sozialverträglichkeit und die Bewältigung von Alltagssituationen – damit, wenn beim nächsten Spaziergang ein anderer Hund oder ein Kinderwagen vorbei kommt, niemand mehr in Panik gerät. Ergänzt wird das Basistraining durch spielerische Wettkämpfe wie Parcours und Zirkeltraining.
Alle, die Lust haben, das bunte Ver-einsleben der Hundefreunde kennen zu lernen oder einfach mal ein Hunderennen erleben wollen, sind herzlich eingeladen zum Tag der offenen Tür am 9. September. Sam, Cleo und Mai würden sich sicher freuen! cvo

Artikel von S. 9 in Ausgabe 30 (07.2006)

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