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mitte: Mit der Rauchpfeife werden die Bienen vertrieben, damit der Imker ungestochen an den Stock herankommt.
unten: Die Kinder sind begeistert: Das Kaninchengehege muss gepflegt und die Tiere müssen versorgt werden.






Natur- und Begegnungs-Bauernhof (NaBeBa e.V.)
Heidebusch 1c · Waltrop
Kontakt: Dorothee Zijp
Tel. 0 23 09 / 7 83 88 89
Mobil 01 52 / 02 13 66 87
www.nabeba.de

Natur erleben auf dem Begegnungs-Bauernhof

Begeistert und voller Engagement wuseln die Kinder auf dem Gelände der kleinen Naturoase, gelegen zwischen Waltrop und Castrop-Rauxel, hin und her. Sie harken Beete, zupfen Unkraut oder bewässern die selbst gepflanzten Kräuter und Kürbisse, die sie bald ernten wollen. Aber auch die beiden erwartungsvoll grunzenden Hängebauchschweine kommen hier nicht zu kurz und warten auf Futter, Aufmerksamkeit und jene Zuwendung, die ihnen den Schweinealltag zu einem paradiesischen Leben versüßt.
Für die Kinder ist dieser unmittelbare Kontakt zur Natur und der praktische Umgang mit den zahlreichen Tieren großartig. Mit Begeisterung säubern sie das große Kaninchengehege, denn gerade die jungen Tiere lieben es besonders, im frischen Stroh und Heu ein Nickerchen zu machen – nicht ohne dabei von zahlreichen kleinen Händen gekrault und verwöhnt zu werden.
Fernab von Schule, städtischem Verkehr oder gesellschaftlichem Druck hat Dorothee Zijp mit vielen ehrenamtlichen Helfern hier einen integrativen Ort geschaffen, wo Kinder mit und ohne Handicap spielend miteinender lernen und Natur hautnah und voller Freude erleben können.
»Das Gelände unseres Natur- und Begegnungsbauernhofs (NaBeBa) hat etwa 8.000 qm und gliedert sich in unterschiedliche Erlebnisbereiche, die nach natur- und heilpädagogischen Gesichtspunkten gestaltet sind«, erklärt die Erzieherin. Bei unterschiedlichen Projekten in den Bereichen Gartenbau, Tierpflege, Handwerk, Ernährung oder Naturschutz lernen die Kinder unter fachkundiger Anleitung der ehrenamtlichen Helfer wie man Kräuter einsät und was man mit ihnen machen kann, wie ein Stall gebaut wird, was Kaninchen fressen, wie eine Pferdekoppel gepflegt werden muss oder was man unter einem Bienenhotel versteht. »Darin wohnen nur einzelne Bienen, keine Völker«, erzählen Marvin (12) und Ricardo (8) von der Martin Luther King Schule in Castrop-Rauxel voller Eifer.

Zwei Klassen mit gut 20 Schülern dieser Förderschule kommen an zwei Tagen pro Woche hierher, um so den Unterricht abwechslungsreich und praxisnah zu gestalten. Und ganz egal ob es warm, kalt oder nass ist – die Kinder sind bei Wind und Wetter mit Feuereifer dabei: »Wir haben schon Kürbisse geerntet, aber auch Erdbeeren, Schnittlauch und Radies-chen«, rufen sie durcheinander. Betreut werden sie dabei auch von Bernfried Matten, der mit seinen 75 Jahren beinah täglich den Kindern passioniert die nützliche Welt des Gartens erklärt. Doch auch für schlechte Tage hat der pensionierte Gymnasiallehrer eine gute Alternative bereit: »Bei besonders üblem Wetter können wir drinnen basteln und malen oder wir backen Waffeln.«
Das je nach Jahreszeit wechselnde Programm des NaBeBa ist abwechslungsreich und richtet sich sowohl an Schulklassen oder Kindergärten, die Tagesausflüge machen möchten, als auch an Kinder und Jugendliche mit Behinderung, die keine Einzelbetreuung benötigen.
Ob Ferienfreizeit, Feiern oder Geburtstage – die Zusammenarbeit mit den fachkundigen Senioren ist eine wesentliche Säule dieses integrativen Konzeptes. Und das gewiss zu beiderseitigem Nutzen, denn wenn Hobby-Imker ›Bienen Günther‹ die Rauchpfeife holt und seinen Imkerhut aufsetzt, dann wissen die Kinder: Heute wird Honig geschleudert!

Artikel von S. 8 in Ausgabe 28 (06.2009)

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