SPORT UND FREIZEIT

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Seniorensporttage

Bereits zum dritten Mal finden die Seniorensporttage vom 11. Oktober 2009 bis 23. Januar 2010 statt. Die gute Resonanz zeigt, dass das Angebot der Bereiche Soziales und Sport und Bäder der Stadtverwaltung in Kooperation mit vielen Vereinen und Organisationen nachgefragt wird. Langfristig soll erreicht werden, dass Angebote für Senioren in verschiedenen Lebensphase zum festen Bestandteil der Programme von Sportvereinen und Fitnesscentern werden.

Die Schnupperangebote der Seniorensporttage sollen vor allem Spaß und Lust auf mehr machen und helfen, die ›eigene‹ Sportart zu entdecken. Gesundheitsförderung, Prävention, Fitness, Steigerung des eignen Wohlbefindes und sozialer Kontakt sind langfristigere Ziele.

Am Ball bleiben
3. Seniorensporttage in Castrop-Rauxel

Fit und fröhlich: Sport ist die erste Grundlage für ein langes und glückliches Leben. »Regelmäßige Aktivitäten in der Gruppe dienen nicht nur dem Erhalt einer guten Gesundheit, sie fördern auch die sozialen Kontakte der Teilnehmer«, bestätigt Rolf Trimborn, Projektkoordinator der nun ausklingenden 3. Seniorensporttage in Castrop-Rauxel.

Seine Kollegin Brigitte Elling, Koordinatorin der Altenhilfe, kann ihm da nur beipflichten: »Ob Mitte Fünfzig oder Ende Achtzig: Sport tut jedem gut. In Bewegung bleiben die Menschen einfach länger fit – sowohl körperlich als auch geistig.« Die Seniorensporttage versteht sie als ein präventives Angebot. »Wir wollen aber eigentlich gar kein Pflaster auf die Wunde kleben, sondern vermeiden, dass eine Behandlung überhaupt erst nötig wird. Ziel aller Angebote ist es daher, die Menschen fit zu machen für ein möglichst langes, unabhängiges Leben in der eigenen Wohnung.«

Die Castrop-Rauxeler Seniorensporttage richteten sich auch in diesem Jahr insbesondere an diejenigen, die lange ›ausgesetzt‹ haben und nun Lust auf Bewegung bekommen sollten. Welches ist ›meine‹ Sportart? Hält mein Körper die sportlichen Aktivitäten überhaupt noch aus? Was macht mir Spaß, was ist gesund? Solche und andere Fragen konnten im Rahmen diverser Schnuppertrainings geklärt werden. In Kooperation mit zahlreichen Vereinen und Verbänden hatte der Fachbereich Soziales, Sport und Bäder ein abwechslungsreiches Mitmachprogramm auf die Beine gestellt. In den vergangenen zwei Monaten wurden viele verschiedene Sportarten von Walking und Wandern bis hin zum beliebten Seniorentanz präsentiert.
»Interessierte müssen sich nicht direkt zu etwas verpflichten, sondern können die Sportart ihrer Wahl erst einmal ausprobieren«, umreißt Rolf Trimborn den großen Vorteil der Schnupperangebote. Und die Erfahrung hat gezeigt: »Viele finden Gefallen und ›bleiben am Ball‹.« Neu dabei waren die Sportarten Radfahren und Minigolf. »Viele Senioren ohne Führerschein nutzen das Fahrrad regelmäßig als Fortbewegungsmittel zum nächsten Supermarkt«, weiß Brigitte Elling. »Wir wollen zeigen, dass das Radfahren zudem eine schöne Freizeitbeschäftigung sein kann.« Minigolf sieht sie als ideale sportliche (Wieder-)Einstiegsmöglichkeit für ältere Menschen, für die ein Ausdauersport aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in Frage kommt. »Dank zur Verfügung stehender ›Anhebehilfen‹ mussten sich die Teilnehmer noch nicht einmal bücken.« Eine weitere Neuheit war die Veranstaltung ›Sturzprophylaxe, Sturzvermeidung‹, die im November im Gesundheitszentrum des Rochus-Hospitals unter fachkundiger Leitung stattfand. »Ob zu Hause, im Bus oder auf dem Weg zum Supermarkt: Der Alltag bietet für ältere Menschen viele Hürden. Deshalb interessieren sich mehr und mehr Senioren für das Thema des sicheren Gehens, Stehens und Sitzens.«
Dementsprechend werden auch zur Abschlussveranstaltung am 23. Januar im Fitness-Forum hohe Teilnehmerzahlen erwartet. Auf dem Programm stehen Fachvorträge zu speziellen Gesundheitsthemen sowie Tests, bei denen die Senioren ihre Vitalwerte messen lassen können. Zwischendurch bietet sich die Gelegenheit zum Gespräch mit den anwesenden Ärzten und Trainern. Wer die passende Kleidung dabei hat, kann an sportlichen Mitmachaktionen wie Wirbelsäulengymnastik und Rückenzirkel teilnehmen. »Natürlich können Sie auch einfach nur vorbeischauen und ein Stück Kuchen essen«, versichert Brigitte Elling. Und lächelt verschmitzt: »Wer sich beteiligt, hat allerdings die Chance auf den Hauptgewinn unserer Tombola.«

Artikel von S. 37 in Ausgabe 70 (12.2009)

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